„Ende der 20er wirklich S-Bahn-fit“

Zweite Stammstrecke: Wegen Verzögerungen - erster Politiker zeigt konkreten Plan B auf

Der Bau der zweiten Stammstrecke wird wohl viel mehr Zeit veranschlagen als zunächst gedacht. Deshalb müsste nun reagiert werden, betont ein Grünen-Politiker und stellt Forderungen.

  • Bis 2028 sollte die zweite S-Bahn-Stammstrecke eigentlich fertiggestellt sein - so lautete der ursprüngliche Plan.
  • Doch mittlerweile scheinen sich die Arbeiten bis ins folgende Jahrzehnt hinein zu ziehen.
  • Deshalb fordert ein Grünen-Politiker nun ein rasches Umdenken und einen Plan B.

München - Wegen erneuter Umplanungen verzögert sich der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke - jetzt fordern die Grünen im Landtag einen Plan B: Wie berichtet, ist ein neues Planfeststellungsverfahren nötig, weil der neue Bahnhof im Osten der Stadt nicht am Orleansplatz, sondern an der Friedenstraße entstehen soll. Anstatt 2028 könnte die Fertigstellung bis 2032 dauern.

Darum muss gehandelt werden, steht für den verkehrspolitischen Sprecher der Grünen, Markus Büchler, fest: „Für München brauchen wir ein Bündel alternativer Ausbau- und Ertüchtigungsmaßnahmen, um der Dauerverstopfung der vorhandenen Stammstrecke und der alltäglichen S-Bahn-Pein der Berufspendler schnell entgegenzuwirken.“ Deshalb müssten jetzt Planungen zur durchgängigen Nutzbarkeit von S-Bahn-Nord- und -Südring aufgenommen und die S-Bahn-Außenäste überall zweigleisig ausgebaut werden.

Neue Stammstrecke für mehr Entlastung: Die Schienen der S-Bahnen werden in München extrem belastet.

Zweite Stammstrecke: Grünen-Politiker fordert „viele schnelle Ausbau-Maßnahmen“

„Diese Maßnahmen verbessern den Münchner S-Bahn-Verkehr auch für die Zeit nach Fertigstellung einer zusätzlichen Stammstrecke“, erläutert Büchler. „Wenn wir jetzt endlich viele schnellere Ausbau-Maßnahmen anpacken, ist die Stadt München* Ende der Zwanzigerjahre wirklich S-Bahn-fit.“

Außerdem müsse die Regierung früher neue S-Bahn-Züge anschaffen*. Büchler: „Wir können die Fahrer mit ihren Hunderttausenden Fahrgästen nicht bis 2028 oder länger mit altem Material* über die Schiene rumpeln lassen. Da muss schon in den nächsten Jahren eine größere Menge neuer Fahrzeuge her“, fordert der Grünen-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Stellungnahme. (mw) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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