Zweite Stammstrecke: Tunnel-Kredit wird teuer

München - Der Streit um den Kredit für eine zweite Stammstrecke ist um eine skurrile Randbemerkung reicher: Das Geld der Stadt könnte sich als schlechtes Geschäft für Bund und Freistaat erweisen.

Soll die Stadt dem Freistaat oder dem Bund 350 Millionen Euro für den Bau der zweiten Stammstrecke vorschießen? CSU und FDP fordern das, SPD und OB Christian Ude lehnen ab. Der Streit um den Kredit ist um eine skurrile Randbemerkung reicher: Das Geld der Stadt könnte sich als schlechtes Geschäft für Bund und Freistaat erweisen, erklärt Stadtkämmerer Ernst Wolowicz (SPD). Denn es sei teurer als Geld von den Banken! So ein Kredit sei nicht als Bau-Vorschuss rechtlich möglich, sondern – wenn überhaupt – nur als eine Art „Vermögensanlage“ der Stadt. In dem Fall schreibe die Gemeindeordnung eine angemessene Verzinsung vor, die bei Pfandbriefen derzeit bei bis zu 3 Prozent läge. Bund und Freistaat könnten sich aber am Kreditmarkt für 2 bis 2,5 Prozent deutlich günstiger Geld besorgen, erklärt Wolowicz.

dac.

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