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Zwischennutzung im Gasteig München: Künstler von Miete abgeschreckt - jetzt schreibt die Stadt neu aus

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Von: Sascha Karowski

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Der Gasteig wird saniert. Baubeginn soll 2021 sein.
Der Gasteig muss saniert werden - doch wem wird diese Aufgabe zuteil? © Klaus Haag

Der Gasteig ist unbeliebt - zumindest bei Künstlern, die Flächen bis zum Beginn des Umbaus hätten nutzen sollen. Auf eine Ausschreibung hatte sich niemand beworben. Grund waren die Mietkosten.

München - Niemand will in den Gasteig! Der Kulturtempel an der Rosenheimer Straße sucht nach Künstlern, die die Flächen zwischenzeitlich nutzen. Doch Bewerber gab es bisher nicht. Grund: Die Stadt hatte eine fixe Miete von den Künstlern gefordert, die wollte aber bislang niemand zahlen. Nach Informationen unserer Redaktion gab es lediglich zwei Bewerber, die die Räume in Haidhausen gern genutzt hätten, aber nur für eine Umsatzpacht.

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Der Stadtrat hatte daher im Feriensenat entschieden, die Ausschreibung zu wiederholen - diesmal mit Umsatzpacht statt Fixmiete. Sollten die Künstler tatsächlich nichts erwirtschaften, bliebe die Stadt auf rund vier Millionen Euro Kosten sitzen.

Wie berichtet, soll der Gasteig saniert werden. Im Herbst vorigen Jahres war die Stammbesetzung auf das Gelände „HP8“ in Sendling umgezogen. Dort musizieren die Philharmoniker im Interims-Quartier. Sobald die Renovierung an der Rosenheimer Straße abgeschlossen sind, ziehen sie wieder nach Haidhausen.

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Doch das kann tatsächlich noch etwas dauern. Vor 2024 wird das sicher nichts. Denn nach wie vor ist unklar, wer die Sanierung des Kultur-Tempels übernimmt. Die Stadt sucht nach einem Generalunternehmer, der bereit ist, den Gasteig für 450 Millionen Euro zu modernisieren. Auch dafür hat sich bislang noch niemand gefunden.

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