Vier verschiedene Austragungsorte

Das Standort-Konzept für Olympia 2022

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Die Entfernungen zwischen den Austragungsorten halten sich im Rahmen.

MÜnchen - Sollte sich München nach erfolgreichem Bürgerentscheid für die Olympischen Spiele 2022 bewerben, sollen die Wettbewerbe auf insgesamt vier Standorte verteilt werden.

Die IOC-Vertreter in Durban (Südafrika) lobten trotz der Niederlage für 2018 ausdrücklich das Münchner Konzept. Weit mehr Kritik gab es daheim. Vor allem in Garmisch-Partenkirchen musste erst in einem Bürgerentscheid grünes Licht gegeben werden, weil den Gegnern der Flächenverbrauch zu groß war. Darauf haben die Macher jetzt reagiert und mit Ruhpolding einen vierten Standort ins Boot geholt.

Sollte München mit seinen Partner-Kommunen nach einem erfolgreichen Bürgerentscheid am 14. November erneut seine Unterlagen beim IOC einreichen, würde eine Bewerbungsgesellschaft gegründet – mit einem Budget von knapp 30 Millionen Euro. Auf die Stadt München entfiele eine maximale Belastung von 17,74 Millionen, Garmisch-Partenkirchen müsste 1,183 Millionen schultern und die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein je 394 000 Euro. Allerdings haben sich bereits mehrere Sponsoren gemeldet – mit bisher 12 Millionen Euro. Für 2018 waren 30 von 33 Millionen Euro Bewerbungskosten durch Sponsoren gedeckt.

Die vier Standorte:

München: Der Olympiapark würde ins Zentrum der Spiele 2022 rücken. Etwa mit Eröffnungs- und Schlussfeier im Stadion, Freestyle und Snowboard am Olympiaberg sowie Eis-Wettbewerben. Dafür würden zwei Hallen anstelle von Eventarena und der jetzigen Eissporthalle errichtet, zudem ist eine temporäre Anlage auf dem TU-Gelände geplant. Hier werden sich rund 2400 Athleten messen.

Garmisch-Partenkirchen: Kandahar, Hausberg und das Olympia-Skistadion sind die drei geplanten Schauplätze für Ski-, Skisprung- und weitere Snowboard-Wettkämpfe. Alle Pisten und Anlagen sind im Grunde olympiareif – lediglich für Tribünen und Parkplätze müssten angrenzende Flächen beansprucht werden. Das so genannte Schnee-Cluster ist für rund 1700 Sportler ausgelegt.

Ruhpolding: Die Gemeinde ist der große Profiteur. Das bestehende Biathlon-Stadion zählt ohnehin zu den modernsten der Welt. Und für die Langlauf-Wettbewerbe würde eine temporäre Anlage für 20 000 Zuschauer am Unternberg aufgebaut.

Königssee: Bis auf einige Tribünen ist an der Kunsteisbahn alles gerichtet. Hier sollen in bewährter Manier die Bob, Rodel- und Skeleton-Wettbewerbe über die Bühne gehen. Das Olympische Dorf in Inzell fasst 1700 Sportler.

Sebastian Arbinger

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