Starkbieranstich: Fonsi lässt es sprudeln

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Fonsis Fastenpredigt war nicht für jeden genießbar.

München - Dunkler Humor zum dunklen Bräu: Beim Starkbieranstich im Löwenbräukeller gibt bei Fonsis Fastenpredigt ordentlich was auf die Ohren.

Ja ja, der Fonsi. Dieser Schlawiner. Da hat das Publikum im Löwenbräukeller gerade die ersten Schlücke Starkbier nach dem ersten Anstich des Jahres genossen - da bleibt es einigen schon wieder im Halse stecken. Keine Sorge, das Triumphator schmeckt. Malzig, dunkel, mastig. Aber Fonsis Fastenpredigt - autsch, die ist nicht für jeden genießbar. „Verehrte Ex-Rathäusler und bald Zuchthäusler“, begrüßt er das Publikum. Mit dabei: Stadräte von SPD, FDP und CSU. Letztere erwischt es sogleich. „Der Dobrindt ist jetzt neuer Generalsekretär der CSU. Zum Glück gibt’s jetzt auch die neuen, breiteren Fernsehformate - da passt er wenigstens auch rein.“ Und weiter: „Eine Folge Pumuckl hat mehr Inhalt als drei Jahre Dobrindt.“ Das hat gesessen.

Weiter geht‘s mit Wulff. „Den Ehrensold will er haben? Da müssten mehr als 3000 Hartz-IV-Empfänger betrügen, um auf diese Summe zu kommen.“ Paff! Jetzt muss der Seehofer ran. „Als Ersatz-Bundespräsident hat er in etwa dieselbe Rolle wie ein Ersatz-Kellner.“ Es geht reihum, jetzt trifft’s den Ude. „Der OB erwacht aus einem Traum und hört: Die CSU ist unter 30 Prozent gerutscht - aber sie regiert immer noch.“ Die Lacher sind ihm sicher, dann wird’s ernst. „Zwei Minuten über München“, kündigt Fonsi an. Es geht um die Sorgenkinder: S-Bahn-Chaos, Flughafen-Startbahn. Hinterher ist’s wieder heiter.

„Der Fonsi ist was Besonders. „So herrlich münchnerisch schräg“, sagt Tourismus-Chefin Gabriele Weishäupl. „Er hat absolute Redefreiheit“, feixt Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel. Sein Löwenbräu: „Das beste Nahrungsergänzungsmittel zur Fastenzeit.“ Brauerei-Direktor Bernhard Klier empfiehlt es zum Einschlafen. Und der Fonsi? „Hab’s noch gar ned probiert.“ Na dann los! Und? „Süß und sauguad!“ Wie seine Show...

Die besten Sprüche aus Fonsis Fastenpredigt

Alte Männer, Märchen und Mängel in München - wenn der Fonsi loslegt, bleibt kein Auge trocken. Seine besten Sprüche:

- über OB Christian Ude: „In Vilshofen gab es einen Personenunfall, der Ude ist geplatzt - vor Selbstbewusstsein.“

- über alte Männer: „Der Seehofer holt an alten Stoiber, der oid Rehhagel wird wiederbelebt. Und nächste Woche steht der Radi Radenkovic wieder bei die Sechziger im Tor.“

- über Ex-Präsident Wulff: „Wenn er eine respektable Persönlichkeit gewesen wäre, hätte er beim Rücktritt seiner Frau riesige Klunker umghängt und gsagt: ‚Omei, ihr habts ja koa Ahnung, ich hab euch noch viel mehr beschissen.‘“

- über den Müller-Brot-Skandal: „Schaben und Mäusekot in der Bäckerei. Da kann ich mich nicht drüber aufregen. Mäusekot ist doch das einzige Naturprodukt, was in dem Brot noch drin war.“

- über die S-Bahn: „Wenn woanders auf der Welt der Nahverkehr zsammenbricht, braucht’s an Tsunami oder ein Erdbeben. Bei uns langt ein Salzwassertropfen und die Stammstrecke ist hin.“

Herr im Himmel, sieben Mal!

Sieben Schläge hat Pater Anselm Bilgri heuer für den Starkbieranstich im Löwenbräukeller gebraucht. Zugegeben: A bisserl peinlich war’s ihm ja schon. Aber er nahm’s dann doch mit Humor: „Sieben ist doch eine heilige Zahl.“ Also: Prosit!

A. Thieme

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