Peters Drachengold

Tabaluga lebt: Peter Maffay veröffentlich Doppel-CD im "Schloss"

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Peter Maffay lud ins Theaterzelt „Das Schloss“, um das neue Tabaluga-Album vorzustellen. Mit dabei: viele Hochkaräter der neuen CD.

München - Am Donnerstag stellte Peter Maffay (66) seine neue Doppel-CD im Schloss vor – und versammelte etliche Hochkaräter und Kumpel, die auf den Scheiben mitgewirkt haben. Die tz war mit dabei und berichtet von einer Erfolgsstory, die so unendlich wichtig ist für Kinder in Not. 

Auch dabei: Rufus Beck.

Nervös waren sie alle ein wenig – vom Tontechniker bis zum Boss. Lampenfieber gehört dazu, erst recht bei einem so ambitionierten Projekt wie Tabaluga, das ja die gleichnamige Stiftung mitfinanziert. Und vor allem bei einem Perfektionisten wie Peter Maffay. Im Theaterzelt Das Schloss präsentierte die deutsche Rocklegende das neue Album "Es lebe die Freundschaft", begleitet von seiner angestammten Band und einer Riege Hochkaräter aus dem Show-Geschäft. 

Am Ende gab es Standing Ovations. „Alles hat gut geklappt“, freut sich ein erleichterter Peter Maffay nach einem 80-minütigen Konzert auf der kleinen 360-Grad-Bühne. In der Mitte Maffay, um ihn gruppiert seine bewährte Band. „Ohne Kostüme“, kündigt Moderator-Magier Rufus Beck an. 

Kostümiert sind nur die Komparsen:Käfer,Robben, Hasen, Tabaluga oder Arktos wimmeln durchs Zelt. In eher ungewöhnlicher Aufmachung erscheint einer der Gaststars: Sänger Alexander Wesselsky (46) von der Münchner Düsterrockband Eisbrecher. Sonst fast immer schwarz gewandet, taucht Wesselsky im weißen Zweiteiler auf, gibt einen bedrohlich echten Arktos ab und verrät später: „Arktos hat Besitz von mir ergriffen …“ 

Nervosität merkt man Wesselsky nicht an, aber er war’s: „Du kommst auf die Bühne, und da steht nicht nur eine Legende, sondern gleich sechs.“ Da hat es ein Tim Bendzko (30) vielleicht ein wenig schwerer. Der kann nicht poltern wie der Eisbrecheroder verführen wie Laura Perez García mit sinnlichen Tanzschritten im blauen Paillettenkleid. Seine Stärke: Einfühlsamkeit und Zurückhaltung. So singt er den Tabaluga Song. Einzige Angst, sagt er uns später: Texthänger. 

Ein Abend mit Stars: Peter Maffay (Gitarre) und Tim Bendzko.

Sein Duett mit Maffay, weiß Bendzko, verbindet Generationen: „Meine Mutter war ein großer Fan.Als Kind habe ich immer die Geschichten gehört.“ Und nun singt er sie selbst. Vielleicht sogar bei vereinzelten Terminen auf der Tabaluga-Tour im kommenden Jahr. Zur Tabaluga-Familie zählen jetzt auch die Common Linnets. 

In Holland längst Stars, gehören Ilse DeLange und JB Meijers bei uns noch zu den Geheimtipps. „Wir waren nicht so sicher, wie uns das Publikum aufnehmen würde“, blickt Ilse zurück. „Aber die Fans haben uns sofort warm empfangen, und die Crew hat uns in die Familie aufgenommen.“ Was der Abend zeigte: Die bekannten Songs werden neu und frisch interpretiert, und Neues fügt sich nahtlos ein. 

Allein wegen der Musiker würde sich schon ein Tabaluga-Besuch lohnen. Aber es geht natürlich um mehr: Daran erinnert nicht nur Maffay am Schluss mit Hinweisen auf die Kinderstiftung. Von Wesselsky erhält er einen Scheck über knapp 3000 Euro, die Eisbrecher bei ihrer DVD-Prä- sentation im Krone bei ihren Fans gesammelt haben.

Antonio Seidemann

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