Das alles gibt's auf dem Winter-Tollwood 2010

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Bunte Vorweihnachtszeit: Die Zeltstadt „Tollwood“ gastiert mit ihrem „Markt der Ideen“ wieder zwischen Paulskirche und Bavaria auf der Theresienwiese. 

München - Das „Tollwood“ kommt wieder auf die Theresienwiese. Die Zeltstadt bietet einen der beliebtesten Christkindlmärkte der Stadt, Ausstellungen, Diskussionsrunden und artistische Leckerbissen.

Konzerte von bekannten Bands gehören zum „Tollwood“ wie die Cocktails und der Straßenstaub - im Sommer. Fürs „Winter-Tollwood“ könnte man ähnlich lückenhaft sagen: Die anmutigen Artisten und spektakulären Zirkus-Shows gehören dazu wie der Glühwein und der Schneematsch.

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Natürlich hat das „Tollwood“, das 2010 von 24. November bis 31. Dezember zwischen Bavaria und Paulskirche stattfindet, noch einiges mehr zu bieten. Unter dem Motto „Spuren - vom Suchen und Finden“ stehen in diesem Jahr viele der etwa 300 Veranstaltungen. Im Zelt „Weltsalon“ etwa sucht man nach einem „Spurwechsel - auf dem Weg in die Zukunft“, mit Podiumsdiskussionen über europäische Migrationspolitik und die Flucht vor dem Klimawandel. Der Chor der Münchner Globalisierungskritiker von „Attac“ bietet eine Mischung aus Unterhaltung und Information mit Musik, Gesang und Theater. Außerdem stehen die klimafreundlichen deutschen Reggae-Künstler Mellow Mark und Pyro Merz auf der Bühne. Genauso wie „Der doppelte Ude“ natürlich - Oberbürgermeister Christian Ude und sein Double Uli Bauer amüsieren ihr Publikum am 12. Dezember mit ihrem Kabarettprogramm.

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Im Theaterzelt „Grand Chapiteau“ findet derweil wieder große Artistik statt: Vier Kompanien sind es diesmal: „The 7 Fingers“ aus Kanada, die „Tom Tom Crew“ aus Australien, die „Race Horse Company & Circo Aereo“ aus Finnland und „Cirkus Cirkör“ aus Schweden bringen unterschiedliche Disziplinen und furiose Körperbeherrschung zusammen, die Akrobatik des „Nouveau Cirque“ trifft auf Elemente der Straßenkultur - mit Streetdance, Skateboards, Beatboxing.

In Zeiten, in denen wieder vehement boykottierte Atommülltransporte über Deutschlands Eisenbahnschienen rollen, bezieht das „Tollwood“ Stellung und ruft die Aktion „Return To Sender“ ins Leben. Auf dem Festivalgelände können sich die Besucher gelbe „Atommüllfässer“ in Miniaturformat sichern, bevor diese ihr „Endlager“ erreichen: Jedes einzelne Fass soll als Zeichen des Protests gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken an die Bundesregierung geschickt werden. Auf dem Tollwood steht zudem ein begehbares Atommüllfass mit der Greenpeace-Ausstellung „Verstrahlt, verdrängt, vergessen“.

Weniger politisch als kulinarisch geht es in der „Futterkrippe“ zu, dem Gastronomiezelt. In bayerisch-orientalischem Krippenambiente unter blauem Sternenhimmel erleben die Besucher hier weihnachtliches Kulturprogramm mit Hirten, Geschichtenerzählern und Musikanten. Auf dem „Markt der Ideen“ schließlich kann man Geschenke aufspüren, einen Imbiss zu sich nehmen, jede Menge Fair-Trade-Artikel, Kunsthandwerk und Kleinigkeiten erstehen - und natürlich ein Glaserl Glühwein zu sich nehmen.

Übrigens gibt es heuer erstmals auch einen Gruß aus dem Sommer: Am 9. Dezember findet das Finale des „Oberbayerischen Cocktailwettbewerbs“ auf dem „Tollwood“ statt.

Alle Infos www.tollwood.de

Johannes Löhr

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