AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

AC/DC-Legende Malcolm Young ist tot

Kritik zum Tollwood-Konzert

Crosby, Stills & Nash: Nostalgie pur

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Graham Nash (l.) und David Crosby (Archivfoto)

München - Wenn eine Band zu Tollwood passt, dann Crosby, Stills & Nash. Die friedensbewegten Hippies. 25 Jahre Tollwood, 45 Jahre CSN. Wer wollte da nicht nostalgisch werden? Werte Blumenrentner, spielt auf!

Gleich der erste Song, Carry On, zeigt Glanz und Gebrechen dieser Ikonen. Der Sound ist muskulös, die Harmonien sind immer noch unvergleichlich präzise – doch Stills’ früher so fulminante Blues-Röhre ist weg, er hat sein tiefes Register verloren. Bald stellt sich heraus, dass Crosbys Sohn James Raymond, Pianist in der Begleitband, bei den Chören Stills’ Part übernimmt. Der wirkt entsprechend frustriert, zumal Crosby und der britische Gentleman Nash neue Songs im Gepäck haben, bei denen er nicht auf der Bühne steht.

Doch es gibt zum Glück auch die Klassiker: Wooden Ships, Guinnevere, Our House. Genie Stills ist dennoch unverzichtbar: Wie er als Gitarrist brilliert – und die Judy Blue Eyes-Suite mit seinen Blues-Pickings in ein Groove-Monster verwandelt, macht ihm keiner nach.

J. Löhr

Das meint unser Leser

1969 war ich in Woodstock nicht dabei – umso schöner, dass ich die Helden meiner Kindheit jetzt live hören konnte! Am Anfang war ich etwas skeptisch: Haben die Herren – Crosby und Nash sind 71, Stills 68 – das noch drauf? Die Antwort: Ja! Alle singen gut und spielen mit Freude. Das Publikum war von Anfang an mit dabei und sang schon beim Opener Carry On den Refrain mit. Mein Sohn ­Felix, der mit seiner Freundin mit dabei war, will sich jetzt meine CSN-Alben ausleihen.

Stefan Kiesel (59)

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