Kritik: Katzenjammer auf dem Tollwood

München - Der Name ist definitiv nicht Programm: Katzenjammer aus Norwegen waren am Wochenende auf dem Tollwood. Lesen Sie hier die Kritik:

Irgendwas ist immer, wenn die norwegische Band Katzenjammer ihre wilde Mischung aus Country, Folk und Balkan-Pop darbietet. Schon, weil die vier Damen nach jedem Stück über die Bühne wuseln, eine sich ans Schlagzeug setzt und die anderen sich ein neues Instrument schnappen, das Banjo etwa, die Mandoline oder die monströse Bass-Balalaika, die aussieht wie der gelbe Vogel in dem beliebten Smartphone-Spiel „Angry Birds“. Zu „I Will Dance (When I Walk Away)“ spielt Anne Marit Bergheim sogar Akkordeon, Xylophon und Mundharmonika – gleichzeitig. Marianne Sveen röhrt derweil und markiert die Rampensau, Solveig Heilo gibt die zierliche kleine Fee, zumindest, bis sie zu „A Bar In Amsterdam“ kräftig in die Trompete bläst.

Wem das noch nicht reicht, für den haben Katzenjammer auch noch eine Polka im Programm, ein Punk-Stück oder die A-Cappella-Nummer „God’s Great Dust Storm“. Es wird im Publikum viel gesungen, geklatscht und getanzt (alles zusammen bei „Rock-Paper-Scissors“). Ach, viel besser kann so ein lauer Abend auf dem Tollwood eigentlich nicht sein.

Thierry Backes

Rubriklistenbild: © Archivbidl: Paal Audestad / Universal

Auch interessant

Kommentare