Die nächste Strafe kommt bestimmt ...

Konzert: Hans Söllner auf dem Tollwood

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Hans Söllner ist ein bayerisches Original

München - Auch ohne Skandal ist es beim Tollwood-Auftritt des bayerischen Liedermachers Hans Söllner keine Sekunde langweilig gewesen. Die Kritik:

A Drecksau bleibt a Drecksau. Und der Söllner der Söllner. Auch wenn er inzwischen manchmal doch lieber den Mund hält: Die nächste Strafe oder Hausdurchsuchung kommt bestimmt. Aber auch ohne Skandal wird es beim Tollwood-Auftritt keine Sekunde langweilig. Weil der bayerische Liedermacher Hans Söllner noch immer ein Unikum ist. Ein Rebell, ja. Der seit 30 Jahren anprangert, was ihm nicht passt – und auch mit 56 noch die Energie hat, seine Wahrheit auszusprechen.

„A Drecksau bleibt a Drecksau, egal woher s’ kommt, ob Staatsanwalt oder Präsident, Namen san egal, Hitler, Bush, Blair, international.“ Wegen dieser Textzeile hatte Söllner zuletzt Ärger mit der Justiz. Er hat den Text geändert, die Botschaft bleibt die gleiche. Es ist eines der Lieder, bei denen lautstark mitgesungen wird.

Das Publikum ist mit Söllner älter geworden. Da ist es auch kein Problem, dass er in der ersten Hälfte des zweistündigen Auftritts ausnahmslos ruhige, nachdenkliche Lieder spielt. Dann folgen ohne Band die Klassiker: Edeltraut, Mama ziag die Schürzn aus und selbstverständlich Marihuanabam. Söllner entlässt sein Publikum mit ruhigen Tönen und einem lauten „Passt’s auf auf eich!“

T.A.

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