Auftritt auf dem Tollwood

Konzertkritik: BAP machen baff

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Wolfgang Niedecken.

München - Wolfgang Niedecken und seine Kollegen wühlten sich im fast ausverkauften Tollwood-Zelt mit herzerfrischender Neugier durchs BAP-Werk: die Konzertkritik.

Wolfgang Niedecken gibt sofort zu Beginn zu: Rock-Konzerte „unplugged“ oder „ohne Stecker“ sind natürlich grober Unfug. Gibt es nicht. Ist mehr so diese Idee, Songs minimalistisch oder neu zu arrangieren. Diese Idee setzen viele Musiker eher halbherzig um – Niedecken dagegen wühlt sich im fast ausverkauften Tollwood-Zelt mit herzerfrischender Neugier durchs eigene Werk und hat sich sechs außerordentlich versierte Komplizen ausgesucht, die BAP-Songs tatsächlich völlig neu klingen lassen. Und weil die Truppe schon Monate mit dem Programm unterwegs ist, klingt das so rund, dass man manche der Lieder nicht mehr im Original hören will.

Beispiel Anna: Der uralte Abräumer gewinnt ganz frischen Effet. Kristallnaach wird ein völlig neues Lied, das dem wütenden Text einen angemessenen Boden bereitet – Niedecken bellt die Strophen im Bob-Dylan-Stil heraus. Sehr viele hübsche Überraschungen also, aber eher eine Sache für einen gesetzteren Rahmen statt eines Festivalzelts.

Es muss dann eben doch noch Verdamp lang her ertönen (mit verführerischem Kontrabass-Intro), bis das Publikum völlig aus sich herausgeht. Frischer Sound, bewährte Show.

Zoran Gojic

Die Tollwood-Leserkritik: Verdamp gut

Claudia Brunnbauer (49) war zusammen mit ihren Freundinnen Gertraud und Renate als Leserkritikerin beim Konzert. Und so fand sie’s: „Wolfgang Niedecken war gut drauf, der Funke ist sofort übergesprungen. Als Bayer versteht man zwar nicht alle kölschen Texte – das hat die perfekte Musik mit Instrumenten vom Xylophon bis zur Mandoline aber mehr als wettgemacht. Begeisternd war nicht nur Verdamp lang her, sondern auch Magdalena.“ Brunnbauers vollständige Kritik auf dem Hacker-Pschorr Tollwood-Blog im Netz.

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