Konzertkritik

Tollwood: Tränen bei Silbermond-Sängerin

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Silbermond (Archivfoto) gastierten auf dem Tollwood

München - Die Band Silbermond gastierte auf dem Tollwood - und im dritten Anlauf gab es sogar eine Träne bei Frontfrau Stephanie Kloß: die Konzertkritik.

Drei Anläufe hat es gebraucht, dann kullert endlich eine Träne aus dem Auge von Stephanie Kloß (28), der taffen Silbermond-Sängerin. Aber nicht in dem Moment, als das Tollwood-Publikum minutenlang die Melodie zu Weiße Fahnen, Waffen oder Himmel auf summt oder singt, wo gut 5000 Stimmen im Refrain verschmelzen. Sondern erst, als sie sich mit den Worten „das Beste, was mir je passiert ist“ bedankt. Ein emotionaler Dank für einen respektablen Abend.

Mut und Spieltrieb der Band wurden mehrfach honoriert. Ihre erfolgreichen Balladen wie Unendlich oder Symphonie, die sich melodisch ähneln, bleiben haften. Das war vorher klar. Noch mehr überzeugte aber der Sprechgesang bei Meer sein , die Hardrock-Version von Durch die Nacht oder die Cover-Version von Jackos Beat It, auf die sie „einfach Bock hatten“.

Beim Live-Konzert zelebriert Silbermond Kontraste. Zeilen wie „Heute Nacht habe ich von Frieden geträumt“ klingen nach Kitsch, selbst wenn sie in der Musik-Arena rockig vorgetragen werden. Da gelingt der Band glaubhafter Tiefgang von der Bühne weg eher, unterfüttert mit sanfter Klavierbegleitung. Und mit der kraftvollen Kloß-Stimme, mehr Frontsau als Frontfrau: Ihre Bühnenpräsenz rockt! Auch erwachsene Zuschauer.

A. Thieme

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Stagediving!

Egal, bei welchem Lied: Die Fans singen lautstark und textsicher mit. Verliebte haben viel Gelegenheit, sich in den Armen zu liegen. Grandiose Gitarrenriffs und Drum-Soli sorgen für ausgelassene Stimmung. Silbermond spielen etliche Zugaben, eine halbe Stunde lang. 30 Minuten später ist endgültig Schluss. Und zu Das Beste schmeißt sich Stephanie in die Massen – Stagediving als Höhepunkt eines tollen Konzerts!

Petra Schönberger

Die ganze Leser-Kritik finden Sie auf dem Tollwood-Event-Blog im Netz bei ­www.­hacker-pschorr.de.

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