tz-Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Hunger“  

Helfen macht uns glücklich

Hannelore Kiethe und Claudia Graus (r.) beim Gespräch über ihr soziales Engagement im Englischen Garten
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Hannelore Kiethe und Claudia Graus (r.) beim Gespräch über ihr soziales Engagement.

Sie haben sich zwar noch nie zuvor - getroffen, aber umso mehr voneinander gehört. Denn sowohl Claudia Graus als auch Hannelore Kiethe sind in München seit vielen Jahren bekannte Persönlichkeiten, die sich für Menschen in Not engagieren. Für unsere Weihnachtsaktion „Gemeinsam gegen Hunger“ haben wir die beiden Macherinnen zum Interview gebeten.

Eine gemeinsame Hilfsaktion von einer weltweit agierenden Organisation wie Unicef und der ganz lokalen Münchner Tafel gab es so noch nie. Ein gelungenes Experiment?
Hannelore Kiethe: Absolut. Ich schätze die Arbeit von Unicef sehr. Kindern in Not weltweit zu helfen und sich für die Rechte der Mädchen und Buben einzusetzen, das würde ich jederzeit unterstützen. München ist eine weltoffene Stadt, also warum nicht hier und dort helfen? Claudia Graus: Ich freue mich sehr über das gemeinsame Projekt. Wir ermöglichen es den Menschen, sowohl genauer hinzuschauen, was vor ihrer Haustüre passiert, aber auch über den Tellerrand zu blicken und vielleicht die Dinge für sich selbst so besser einordnen zu können.
Hannelore Kiethe (l.) und Claudia Graus (r.) im Interview mit tz-Redakteurin Dorit Caspary.
Könnten Sie sich vorstellen, für die jeweils andere Organisation zu arbeiten?
Beide: Die Antwort ist ein klares Nein!
So klar?
Graus: Das ist eine Sache der Überzeugung. Einmal Unicef, immer Unicef. Ich glaube an das, was das Kinderhilfswerk tut. Und das ist ganz wichtig, dass wir von der Idee, die wir unterstützen, absolut überzeugt sind, nur dann kann solch ein Engagement dauerhaft erfolgreich und authentisch sein. Kinder waren für mich schon immer die Zukunft. Wenn wir etwas verbessern wollen, müssen wir an der Zukunft der Kinder arbeiten. Das heißt nicht, dass man andere Organisationen nicht auch zum Beispiel mit einer Spende unterstützt. Kiethe: Das sehe ich genauso. Als wir die Münchner Tafel gegründet haben, hatten wir eine klare Vision. Es ging darum, etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu tun und damit gleichzeitig einen positiven Effekt zu erzielen, Menschen in Armut zu helfen. Wenn ich bereit wäre, für eine andere Organisation tätig zu sein, wäre ich doch von meiner Vision nicht überzeugt. Und das bin ich von ganzem Herzen.
Das klingt nach Leidenschaft. Über so viele Jahre.
Graus: Ohne Leidenschaft für die Sache, hätte ich vielleicht das ein oder andere Mal schon gesagt: Jetzt reicht’s! Aber die Idee, Kindern eine Zukunft zu ermöglichen, hat mich immer wieder neu motiviert. Kiethe: Das beweist doch, dass wir von unserer Arbeit und unserer Idee absolut überzeugt sind. Das merken die Menschen, mit denen wir zu tun haben. Die Dankbarkeit und das Vertrauen, das dann zurückkommt, verstärken das Gefühl, weitermachen zu wollen, sich als Organisation zu verbessern und somit mehr Menschen helfen zu können. Graus: Es geht doch letztendlich darum, dass jeder zumindest einen kleinen Beitrag leisten kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen - für die Zukunft unserer Kinder. Und da ist es egal, ob du an der Essensausgabe der Tafel stehst, Karten am Unicef-Stand bei Beck verkaufst oder in die Slums von Bangladesch fährst. Jede Hilfe zählt. Und dazu passt auch immer mein Lieblingsspruch: Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, wird sich die Welt verändern!“

Alles über unsere Weihnachtsaktion finden Sie hier.

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