tz-Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Hunger“

Leser spenden 253 553,07 €

Sind von der großen Spendenbereitschaft der tz-Leser begeistert: Tafel-Chefin Hannelore Kiethe und tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger bei der Ausgabestelle in der Isartalstraße.
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Sind von der großen Spendenbereitschaft der tz-Leser begeistert: Tafel-Chefin Hannelore Kiethe und tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger

Es ist Zeit, Danke zu sagen. 253 553,07 Euro sind insgesamt bei unserer Hilfsaktion Gemeinsam gegen Hunger gespendet worden – davon 148 000 Euro für die Münchner Tafel und 105 553,07 Euro für das Kinderhilfswerk Unicef. Zum Abschluss unserer Aktion geben wir Ihnen noch einen kleinen Überblick über die große Hilfe der tz-Leser:

Armut kann jeden treffen. Das wissen seit dem Ausbruch von Corona mehr Menschen denn je. Allein die Münchner Tafel hat im vergangenen Jahr rund zehn Prozent mehr Gäste verzeichnet. Familien, Singles, Rentner, entwurzelte Menschen, Flüchtlinge, Arbeitslose, Selbstständige... Die Liste ist lang. Und die Schicksale, die hinter dem Namen eines jeden einzelnen Tafelgastes stecken, wären erzählenswert.

Mit unserer Hilfsaktion Gemeinsam gegen Hunger haben Sie einige dieser Münchner und Münchnerinnen kennengelernt. Die Welle des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft von Ihnen, liebe Leser, macht uns ehrlich gesagt stolz. 148 000 Euro sind für die Münchner Tafel zusammengekommen. Damit können 1923 Gäste ein Jahr lang mit Lebensmitteln versorgt werden. 78 Euro muss die Tafel aufwenden, damit ein Gast zwölf Monate mit einer ausgewogenen Grundausstattung unterstützt werden kann. „Durch die Spenden der Leser kann die Münchner Tafel vielen Menschen, die durch die Pandemie in Not geraten sind, unbürokratisch helfen. Dafür sind wir sehr dankbar“, erklärt Hannelore Kiethe, Chefin der Münchner Tafel, beim Vor-Ort-Termin mit tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger an der Ausgabestelle St. Anton an der Isartalstraße.

Insgesamt verteilen sich inzwischen 27 Ausgabestellen über das Münchner Stadtgebiet. Bis zu 100 soziale Einrichtungen werden in der Stadt mit Lebensmitteln beliefert. Die Münchner Tafel erreicht mit ihrer Hilfe somit rund 22 000 Bedürftige. Woche für Woche. „Uns ist es wichtig, genau hier zu helfen. Vor Ort. In unserer Stadt“, erklärt Sebastian Arbinger.

Der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer ist von unschätzbarem Wert.

Hannelore Kiethe, Chefin der Münchner Tafel

Uns haben während der tz-Aktion viele Menschen beeindruckt. Tafelgäste, die von Lesern eine persönliche Zuwendung erhielten und diese mit anderen geteilt haben. Bedürftige, die selbst mit anpacken, um der Tafel etwas von der Hilfe zurückzugeben. Etwas vom eigenen Glück, von der kostbaren Zeit abgeben, ist auch Motivation vieler der 650 ehrenamtlichen Helfer, die sich auch bei Regen und Kälte an den Ausgabestellen einsetzen und dafür sorgen, dass alle mit genügend Lebensmitteln nach Hause gehen und eine Woche lang über die Runden kommen. „Ohne den täglichen Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer und der nachhaltigen Unterstützung unserer Sponsoren könnte die Tafel diese Leistung nicht erbringen“, so Hannelore Kiethe. „Die Aktion der tz war gerade in der Corona-Pandemie eine unglaublich wichtige Hilfe für uns und die Menschen in München, die uns brauchen. Danke an alle Leser für die damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung unserer Gäste und unserer Arbeit!“

Unicef kämpft ums Überleben der Kinder

Über den Tellerrand hinausschauen war eines der Ziele unserer Hilfsaktion Gemeinsam gegen Hunger. Deshalb haben wir nicht nur auf die Not der Menschen hier bei uns aufmerksam gemacht, sondern auch über die Familien berichtet, die beispielsweise in Ostafrika nach Überschwemmungen, Dürre und Heuschreckenplage jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen. Und über die wichtige Arbeit von Unicef, seit über 30 Jahren Partner der tz. Wir haben Ihnen Helfer vorgestellt, die sich ehrenamtlich in München engagieren, damit Unicef den Kindern in Not eine Zukunft schenken kann. Sie haben während unserer Aktion aber auch Mitarbeiter kennengelernt, die in den Krisengebieten selbst ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen. Viele Mädchen und Buben beispielsweise bekommen wegen der Corona-Pandemie noch weniger zu essen als bisher, denn die einzige Mahlzeit des Tages gab es in der Schule, die so wie in fast allen Ländern viele Wochen geschlossen bleiben musste oder noch ist. Unicef versorgt die Kinder mit überlebenswichtiger Erdnusspaste und rettet damit Leben.

Eine unglaublich tolle Summe, für die wir im Namen der Kinder einfach nur Danke sagen können.

Claudia Graus, Unicef.

Sie, liebe Leser, haben 105 553,07 Euro für die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen gespendet. Den Scheck hat jetzt tz-Chefredakteur Sebastian Arbinger an Claudia Graus von Unicef übergeben. „Die tz-Leser haben schon immer ein großes Herz. Vor allem, wenn es um Kinder in Not geht. Dass sie diesmal, in Zeiten, in denen es vielen selbst schlecht geht, so großzügig gespendet haben, berührt mich sehr“, so die Unicef-Vertreterin. „Eine unglaublich tolle Summe, für die wir im Namen der Kinder einfach nur Danke sagen können.“

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