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Gemeinsam gegen Hunger: tz-Hilfsaktion für die Münchner Tafel und für Unicef

tz-Weihnachtsaktion für Münchner Tafel und Unicef
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Gemeinsam gegen Hunger: Hannelore Kiethe von der Münchner Tafel und Claudia Graus von Unicef (r.).

Gemeinsam gegen Hunger. Das ist in diesem Jahr das Ziel unserer Hilfsaktion. Gemeinsam heißt, dass wir hier bei uns die Arbeit der Münchner Tafel unterstützen möchten und natürlich weiterhin auch die Projekte von Unicef, die sich für eine bessere Zukunft von Kindern weltweit einsetzen.

Wir berichten über die Arbeit der Münchner Tafel und schauen mit Unicef auch über den Tellerrand, zeigen, wie Armut jeden treffen kann und vor allem, wie wir gemeinsam helfen können.

Zum Auftakt unserer Hilfsaktion möchten wir Ihnen die Familie Knogl aus München und Aissata aus Mali vorstellen. Sie haben etwas gemeinsam, obwohl Yvonne Knogl mit ihren beiden Töchtern in Giesing lebt (siehe Artikel rechts) und Aissiata in Mopti auf die Welt gekommen ist: Sie sind Kämpfer, geben nicht auf. Und Sie bekommen Hilfe. Von der Münchner Tafel hier und von Unicef dort.

Bilder: So arbeitet die Münchner Tafel, um bedürftige Familien und Senioren zu unterstützen

Ehrenamtliche Helfer der Münchner Tafel verteilen Lebensmittel und weitere Sachspenden wie Winterkleidung an bedürftige Münchner.
Ehrenamtliche Helfer der Münchner Tafel verteilen Lebensmittel und weitere Sachspenden wie Winterkleidung an bedürftige Münchner. © Klaus Haag
Jerome Boateng beim Weihnachtsessen der Münchner Tafel 2019
Fußballer Jerome Boateng hilft bei der Münchner Tafel regelmäßig mit. © Münchner Tafel/Chris Eberhard
Helfer der Münchner Tafel laden die Lebensmittel für Obdachlose aus
Ehrenamtliche Helfer bringen Lebensmittel zum „Haus vom Heiligen Benedikt Labre“, in dem ehemalige Obdachlose ein neues Zuhause gefunden haben. © Klaus Haag
Fieber messen bevor die Tafelgäste an die Ausgabe dürfen
Corona-Schutz: Bevor sich die Tafelgäste zur Lebensmittelausgabe anstellen dürfen, wird Fieber gemessen. © Klaus Haag
Wenka Russ im Büro der Münchner Tafel mit dem Prostspenden-Krug
Wenka Russ ist für das Fundraising bei der Münchner Tafel zuständig - eine ihrere Kampagnen heißt Prostspenden. Für jede getrunkene Mass Bier während des Oktoberfestes 2019 und ach der ausgefallenen Wiesn 2020 haben Spender einen Euro an die Tafel gegeben. © Klaus Haag
Bettina hilft bei der Lebensmittelausgabe
Ehrenamtliche Helfer wie Bettina bereiten die Lebensmittelausgabe vor. © Klaus Haag
Vor dem Lockdown light haben sich die Tafelgäste mit Maske angestellt.
Großkampftag: Jeden Samstag werden rund 630 Gäste von der Münchner Tafel an der Ausgabestelle am Großmarkt versorgt. Hier noch vor dem Lockdown light. © Klaus Haag
Katharina (vorne) und Joyce laden den Transporter aus.
Katharina (vorne) und Joyce sind Tafelgäste und helfen aber auch kräftig mit. © Klaus Haag
Ausgabestelle Neuperlach: die Tafelgäste stehen Schlange.
Anstehen und Warten mit viel Abstand bei der Ausgabestelle in Neuperlach. Dort gibt es auch warmes Essen für Hilfsbedürftige. © Klaus Haag
Fahrer Julius Huy holt Lebensmittelspenden bei der Metro ab.
Fahrer Julius Huy holt Lebensmittelspenden bei der Metro ab. © Klaus Haag
Hannelore Kiethe von der Münchner Tafel und Claudia Graus von Unicef (r.) mit dem Aktionsplakat der tz
Gemeinsam gegen Hunger: Hannelore Kiethe von der Münchner Tafel und Claudia Graus von Unicef (r.). © Klaus Haag
Dorit Caspary gibt Brot aus.
tz-Redakteurin Dorit Caspary durfte bei der Ausgabe in Milbertshofen helfen. © Klaus Haag
Briefing vor der Ausgabe in Milbertshofen
Bevor die Ausgabe der Lebensmittel startet, gibt es für die Helfer immer ein Briefing, in dem alle über die aktuellen Hygienemaßnahmen und Besonderheiten des Tages informiert werden.  © Klaus Haag
Das Obst und Gemüse wird in den typisch blauen Tafelkisten aufbewahrt.
Das Obst und Gemüse wird in den typisch blauen Tafelkisten aufbewahrt. © Klaus Haag
Qualitätscheck von Elisabeth Schrott: Nur Obst und Gemüse, das in Ordnung ist, wird verteilt. Verdorbene und vergammelte Produkte werden vorher aussortiert.
Qualitätscheck von Elisabeth Schrott: Nur Obst und Gemüse, das in Ordnung ist, wird verteilt. Verdorbene und vergammelte Produkte werden vorher aussortiert. © Klaus Haag
Daniel Sautter arbeitet als Architekt und hilft jede Woche einen Tag bei der Tafel. Er ist zuständig für Brotstand.
Daniel Sautter arbeitet als Architekt und hilft jede Woche einen Tag bei der Tafel. Er ist zuständig für Brotstand. © Klaus Haag
Noch eine Stunde bis die Tafelgäste kommen. Bis dahin müssen alle Waren ausgeladen, sortiert und an die einzelnen Stände verteilt werden.
Noch eine Stunde bis die Tafelgäste kommen. Bis dahin müssen alle Waren ausgeladen, sortiert und an die einzelnen Stände verteilt werden. © Klaus Haag
Ausladen der Waren
Die Tafelarbeit lebt vom Miteinander: Jeder hilft jedem. © Klaus Haag
Instruktion der Fahrer bevor es auf Abholtour geht.
Jeden Morgen bekommen die Fahrer ihren Routenplan, wo sie Lebensmittelspenden abholen. © Klaus Haag
Beim Bio Markt Denn‘s in Moosach holen Bufdi Lida und Fahrer Robert Gräf bei Marktleiter Tomislav Bekavac die Waren ab.
Beim Bio Markt Denn‘s holen Bufdi Lida und Fahrer Robert Gräf bei Marktleiter Tomislav Bekavac die Waren ab. © Klaus Haag
Bei der Metro können die Tafel-Transporter die Waren direkt von den Kühlräumen abholen.
Die Metro ist einer der großen Spender für die Münchner Tafel. © Klaus Haag
Bufdi Frieso packt Lebensmittelkisten im Lager der Münchner Tafel.
Frieso ist einer von derzeit 17 jungen Menschen, die ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) bei der Münchner Tafel absolvieren. © Klaus Haag
Wenka Russ checkt die Einteilung der Fahrten und Transporter auf dem Logistik-Plan.
Welcher Transporter muss wann wohin? Hinter der Logistik der Münchner Tafel steckt ein ausgeklügeltes System. © Klaus Haag
Fahrerbesprechung: Bevor es auf Tour geht, bekommen die Helfer noch tagesaktuelle Pläne.
Fahrerbesprechung: Bevor es auf Tour geht, bekommen die Helfer noch tagesaktuelle Pläne. © Klaus Haag
Hans Neisberger ist seit acht Jahren bei der Münchner Tafel. Bereits im Morgengrauen ist er auf dem Großmarktgelände unterwegs, sortiert die ersten Ladungen.
Hans Neisberger ist seit acht Jahren bei der Münchner Tafel. Bereits im Morgengrauen ist er auf dem Großmarktgelände unterwegs, sortiert die ersten Ladungen. © Klaus Haag
Vroni und Holger treffen sich immer samstags an der Großmarkthalle, um gemeinsam Brot zu verteilen.
Ein eingespieltes Team: Vroni und Holger treffen sich immer samstags an der Großmarkthalle, um gemeinsam Brot zu verteilen. © Klaus Haag
Das Paritätische Mutter-Kind-Haus wird regelmäßig von der Münchner Tafel beliefert. Sozialpädagogin Vanda Colic (r.) hilft einer Bewohnerin, eine Kiste auszuladen.
Das Paritätische Mutter-Kind-Haus wird regelmäßig von der Münchner Tafel beliefert. Sozialpädagogin Vanda Colic (r.) hilft einer Bewohnerin, eine Kiste auszuladen. © Klaus Haag
Gründerin Hannelore Kiethe in ihrem Büro auf dem Großmarktgelände.
Gründerin Hannelore Kiethe ist Kopf, Herz und Seele der Münchner Tafel. © Klaus Haag
Egal bei welchem Wetter helfen Hilde und Paul Breitner jeden Montag bei der Ausgabestelle in Haidhausen.
Egal bei welchem Wetter helfen Hilde und Paul Breitner jeden Montag bei der Ausgabestelle in Haidhausen. © Michael Westermann
Kontrollcheck: Bei jeder Tour prüft der Fahrer, ob die Anzahl der Kisten und der Warenzettel stimmt.
Kontrollcheck: Bei jeder Tour prüft der Fahrer, ob die Anzahl der Kisten und der Warenzettel stimmt. © Klaus Haag
Die Münchner Tafel versorgt nicht nur die einzelnen Gäste mit Lebensmitteln, sondern auch über 100 soziale Einrichtungen wie hier das „Haus vom heiligen Benedikt Labre“.
Die Münchner Tafel versorgt nicht nur die einzelnen Gäste mit Lebensmitteln, sondern auch über 100 soziale Einrichtungen wie hier das „Haus vom heiligen Benedikt Labre“. © Klaus Haag

Die Zahl der armen Münchner steigt dramatisch an. 20 Prozent mehr Menschen haben im Oktober Anträge auf Hartz-IV-Leistungen gestellt als im Februar 2020. Vielen von ihnen wird dieses Arbeitslosengeld II (Regelsatz 432 Euro) nicht zum Leben reichen. Und sie werden zu den 20 000 Münchnern gehören, die Hilfe von der Münchner Tafel beziehen und durch die Lebensmittelversorgung im Monat ein paar Euro sparen – die sie für andere wichtigen Anschaffungen ausgeben können - Winterjacken für die Kinder, eine dringend benötigte Waschmaschine oder die Strom- und Wasserrechnung, die höher als gedacht ausgefallen ist. 78 Euro muss die Tafel aufwenden, damit ein Gast ein Jahr lang versorgt werden kann. Und zwar mit einer ausgewogenen und gesunden Grundversorgung, die Gründerin Hannelore Kiethe und ihr Team auch dann garantieren, wenn die Menge an gespendeten Lebensmitteln nicht ausreicht und bestimmte Produkte zugekauft werden müssen. „Unsere Sponsoren sind enorm wichtig für uns“, erklärt Kiethe.

Die Spendenkonten

Für Unicef:

Commerzbank

IBAN: DE78700800000326900000

BIC: DRESDEFF700

Hier direkt spenden auf Unicef.de

Für die Münchner Tafel e.V.

HypoVereinsbank

IBAN: DE37700202706850193310

BIC: HYVEDEMMXXX

Hier direkt spenden auf Muenchner-tafel.de

Das gilt für Unicef in gleichem Maße. Wir haben Ihnen versprochen, liebe Leser, während unserer Schwerpunktwoche mit Unicef über den Tellerrand zu schauen.  Das Kinderhilfswerk hat heuer das Thema Hunger zu seinem Schwerpunktthema gemacht. Durch Krieg, Dürre, Überschwemmungen und Heuschreckenplagen rutschen die Menschen in Afrika zum Teil von einem Tag auf den anderen in die Armut ab. Und die Corona-Pandemie macht auch vor den Lehmhütten der Menschen in Mali oder Äthiopien nicht Halt. Kinder, die ihre einzige Mahlzeit in der Schule bekommen haben, leiden jetzt Hunger, da wegen Corona die Schulen geschlossen sind.

Gemeinsam gegen Hunger: Die tz-Weihnachtsaktion für die Münchner Tafel und für Unicef.

Ohne die Hilfe von Unicef würden unzählige Buben und Mädchen schlicht verhungern. Mit der Unterstützung werden jeden Tag Kinderleben gerettet. So wie das von Aissata (sechs Monate alt). Apathisch, regungslos, fiebernd, zu schwach zu weinen und mit nur 4,4 Kilo Gewicht – so kam das Mädchen im Unicef-Ernährungszentrum Mossinkore in Mali an. Letzte Hoffnung für ihre Eltern, die seit Monaten Hunger leiden. Durch die Dürre hatte die Familie keine Ernte. Und dann noch Corona. Vater Boureima findet aufgrund des Lockdowns als Wanderarbeiter keine Arbeit mehr, die Familie hat kaum ein Einkommen, mit dem sie sich versorgen könnte. Aissata hat überlebt – dank einer Spezialmilch für mangelernährte Kinder und Erdnusspaste, mit der sie zwei Monate lang aufgepäppelt wurde. 30 Euro kostet die lebensrettende Therapie für ein Kind einen Monat lang.

Egal ob in Mali oder München – gemeinsam können wir überall helfen. Und darum bitten wir Sie mit unserer diesjährigen Aktion. Lassen Sie uns gemeinsam mit der Münchner Tafel und Unicef Gutes tun.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie selbst aktiv werden, eine Veranstaltung oder Spendensammlung für unsere Aktion organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary hat sich sowohl bei den Projekten der Münchner Tafel als auch bei Unicef ein Bidl vor Ort gemacht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dringend gebraucht. Unsere Reporterin erreichen Sie per E-Mail unter dorit.caspary@tz.de.

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