Frauen unter sich im überdachten Garten

100 Ladys vergnügen sich bei der Damen-Wiesn im Käferzelt

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Der einzige Mann unter so vielen schönen Frauen: Mercedes-Chef ­Ulrich ­Kowalewski.

An diesem Mittwoch stand der überdachte Garten des Käferzeltes ganz im Zeichen des weiblichen Geschlechts. 100 Ladys vergnügten sich bei der Damenwiesn von Mercedes.

München - Sie mascheln sich auf, als ob es gelte, Wiesn-Königin zu werden. Die 100 Frauen, die sich jeden ersten Wiesn-Mittwoch im überdachten Garten des Käferzelts treffen, lassen nix aus: Die elegantesten Dirndl werden aus dem Schrank genommen, echter Schmuck samt der Rolex angelegt und auch die Kosmetikindustrie lebt glänzend von den Ladys.

Und das alles nur für einen einzigen Mann! Für unseren Uli, wie sie Ulrich Kowalewski liebevoll nennen. Der ist Mercedes-Statthalter und keinen, wirklich keinen Termin, wie er nie vergisst zu betonen, macht er lieber als den: seine Mercedes-Damen-Wiesn! Gute Kundinnen, die schon mal stolz ein Handyfoto ihres neuen knallroten SL herzeigen, sitzen neben Wiesnwirtinnen, Unternehmerinnen, Society-Ladys, Politikergattinen. Man kennt sich, küsst sich, fragt nach den Kindern (weniger nach den Männern) und ja, mustert sich verstohlen, ob die ein oder andere nicht vielleicht hat was machen lassen ...

Ab auf die Bank: ­Karin Stoiber, (Frau von Ex-Ministerpräsident Edmund ­Stoiber), ­Annette ­Kowalewski (Frau von Mercedes-Chef ­Ulrich ­Kowalewski) und Dr. Eva Müller (v. l.).

„Nicht so laut und ungemütlich wie am Abend“

„Ich finde das herrlich“, schwärmt Karin Stoiber, deren Mann eh mitten im Wahlkampf steckt. „Ich kann mich unterhalten, von Tisch zu Tisch gehen. Es ist nicht so laut und ungemütlich wie am Abend. Es ist viel netter.“

Wohl der Hauptgrund, warum Damenwiesn so begehrt sind („Wir hatten noch sie so wenige Absagen wie in diesem Jahr“, so PKW-Verkaufsleiterin Alessandra Zett) - auch für die Gastgeber. Ladys am Mittag trinken weniger, essen mager und freuen sich, wenn eine kleine Aufmerksamkeit auf ihrem Platz liegt. Quasi auch ein sparsameres Konzept.

Gastronomin Tina Krätz (l.) mit Prof. Dr. Marion Kiechle, Leiterin der Frauenklinik.

100 statt 1300 Wiesn-Ladys zu Gast

Sogar Mietwagen-Lady Regine Sixt kommt an diesem Mittwoch ins Käfer. Die Urmutti aller Damenwiesn (bei ihr waren bis zu 1300 Ladys auf einmal zu Gast) hat dieses Jahr abgespeckt - auf 100 beste Freundinnen. Günstiger und mindestens genauso lustig.

„Ich habe es der Regine nicht nachgemacht“, betont Kowalewski. „Sondern meine Damen in der Geschäftsleitung brachten mich auf die Idee. Ich muss sagen, eine der besten Ideen, die sie je hatten.“ Allerdings: Auch andere Frauen halten ihn zurzeit in Atem. „Meine älteste Tochter ist hochschwanger, es kann jederzeit losgehen. Und meine jüngste ist jetzt auch schwanger.“

Ebenfalls mitgefeiert haben: Eva Gauweiler, die Wiesnwirtinnen Petra Reinbold, Silja Steinberg und Clarissa Käfer, Society-Lady Ulla Feldmeier, Inge ­Fürstin Wrede-Lanz („Ich trinke eh nur alkoholfrei“), Claudia Graus (Unicef). Nur eine fehlte: Uschi Glas musste zur TV-Sendung von Sandra Maischberger.

Aufgebrezelt: Corina Jebens (l.) und Nicoletta Rademacher.

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Maria Zsolnay

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