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An alle Oktoberfest-Besucher: Daran erkennen Sie Falschgeld auf der Wiesn

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Sie erinnern sich, dass wir in den vergangenen Jahren über mehrere Fälle von Falschgeld auf dem Oktoberfest berichtet haben.
Sie erinnern sich, dass wir in den vergangenen Jahren über mehrere Fälle von Falschgeld auf dem Oktoberfest berichtet haben. © Achim Schmidt

Sie erinnern sich, dass wir in den vergangenen Jahren über mehrere Fälle von Falschgeld auf dem Oktoberfest berichtet haben. Das Bayerische Landeskriminalamt erneuert seine Warnung: Daran erkennen Sie Fälschungen.

München - Eigentlich will man auf dem Oktoberfest nur feiern und sich keine Sorgen machen müssen. Die Polizei München verspricht, die Theresienwiese während der 16 Wiesn-Tage zum „sichersten Ort der ganzen Stadt“ zu machen. Ein Versprechen, das eine Behörde der Bevölkerung nicht ohne Weiteres gibt. Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Werner Feiler: „Zwar ist die abstrakte Gefahr nach wie vor hoch, derzeit gibt es aber keine konkreten Hinweise auf eine Gefahrenlage.“ Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) spricht lediglich eine Warnung vor Falschgeld aus. „Das enorme Besucheraufkommen auf dem Oktoberfest und auch im Handel und der Gastronomie im Münchner Stadtgebiet bietet Falschgeldverbreitern eine relativ komfortable Möglichkeit, um ihre qualitativ mehr oder weniger guten Fälschungen unbehelligt in Umlauf zu bringen.“

Den Tätern komme dabei auf dem Oktoberfest zugute, dass gerade das Bedienungs- und Verkaufspersonal unter enormer Beanspruchung steht und deshalb bei der Bargeldannahme oft nicht die Aufmerksamkeit aufwenden könne, die erforderlich wäre. Dies habe zur Folge, dass das Falschgeld erst bei der Abrechnung nach Geschäftsschluss bzw. bei der späteren Bankeinzahlung erkannt werde. 

Neben dem finanziellen Schaden für den „gutgläubigen Letztbesitzer“ (auch für unwissentlich erhaltenes Falschgeld gibt es keinen Ersatz) bedeutet dies, dass für die Polizei in solchen Fällen die Ermittlungsmöglichkeiten erschwert sind und die Falschgeldverbreiter weiter ihr Unwesen treiben können. Aktuell werden laut LKA hauptsächlich falsche 50- und 20-Euro-Noten verbreitet, die überwiegend aus Süditalien stammten oder im Darknet gekauft würden. Trotzdem sei es möglich, Falschgeld auch ohne technische Hilfsmittel zu erkennen. Für eine schnelle und sichere Echtheitsprüfung bei Euro-Banknoten rät Artur Neuerburg, Leiter der Falschgeldzentralstelle des Bayerischen Landeskriminalamtes, das hier zu checken:

1. Tipp des LKA: Geldscheine fühlen

„Fahren sie mit dem Zeigefinger über den Schriftzug mit den fünf Abkürzungen für die Europäische Zentralbank. Die Kürzel BCE, ECB, EZB, EKT, EKP oben auf der Vorderseite sind ganz leicht erhaben. Etwas hervorgehoben sind auch die Streifen an den Rändern. Zudem ist die Qualität des Papiers eine besondere. Fühlt es sich komisch an, etwa dünner oder nicht so fest, kann das ein Zeichen für Falschgeld sein. Das spüren nicht nur Experten. Sie haben schließlich jeden Tag Geld in der Hand.“

2. Tipp des LKA: Geldscheine anschauen

„In jedem Schein sind mehrere sichtbare Merkmale eingearbeitet. So wird beispielsweise die Wertzahl- auf der Vorderseite oben links- erst im Gegenlicht vollständig sichtbar. Flach auf dem Tisch liegend sind nur ein paar gebogene Balken zu erkennen. Darunter sind Wasserzeichen eingearbeitet, die man auch fast nur im Gegenlicht sieht. Dabei handelt es sich immer um ein Bauwerk und die Wertzahl.“

3. Tipp des LKA: Geldscheine kippen

„Wenn Sie die Banknote kippen, verändern einige Merkmale je nach Betrachtungswinkel ihre Motive und Farbe. Die Wertzahl auf der Vorderseite erscheint durch leichtes Kippen in smaragdgrünem Schimmer – als so genannte Smaragdzahl. In der Mitte der Banknote erscheint der Sicherheitsfaden als dunkler Streifen.“

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