Wichtige Berufe auf dem Oktoberfest

Arbeitsplatz Wiesn: Ohne diese Helfer geht nichts

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Ohne die Bedienungen würden die Wiesn-Besucher auf dem Trockenen sitzen.

München - Das Münchner Oktoberfest ist einer der lautesten, buntesten und berühmtesten Arbeitsplätze der Welt. Bedienungen, Polizisten, Spüler - rund 13.000 Menschen schuften auf der Wiesn.

Etwa 13.000 Menschen verdienen auf der Wiesn ihr Geld, wie Sprecherin Gabriele Papke sagte. Egal, ob sie in der Gastronomie oder an Fahrgeschäften arbeiten, ob Polizist oder Sanitäter - Geduld und starke Nerven brauchen sie alle.

- Festwirt: Festwirt auf dem Oktoberfest - das ist der Traumjob vieler Gastronomen. Festwirt zu werden, ist jedoch gar nicht so einfach. 14 große Zelte gibt es auf der Wiesn, und die meisten werden seit Jahrzehnten von alteingesessenen Festwirtsfamilien betrieben. Einen Neuling unter Festwirten gibt es in diesem Jahr: Siegfried Able ist erstmals mit dem Marstall-Zelt auf dem Oktoberfest vertreten. Ihren großen Auftritt haben die Zeltbetreiber immer am ersten Oktoberfest-Tag, beim sogenannten Einzug der Wiesnwirte, wenn sie in prächtigen Pferdegespannen zum Festgelände fahren.

- Schausteller: Nervenkitzel gehört zum Oktoberfest wie Bier und Brezn. Karussells, Achterbahn, Autoscooter oder Schieß- und Losbuden sorgen bei Groß und Klein für reichlich Spaß und Spannung. Möglich machen das die Schausteller, die mit Familien und Mitarbeitern von Volksfest zu Volksfest ziehen. 178 Schausteller sind nach Angaben der Stadt auf dem Oktoberfest vertreten.

- Bedienung: Sie haben einen Knochenjob - die Bedienungen in den Festzelten sind nicht nur zwei Wochen lang im Laufschritt zwischen Ausschank und Biertischen unterwegs, sie müssen auch richtig schwer schleppen. Etwa zwei Kilo wiegt ein gefüllter Maßkrug, zehn bis zwölf davon trägt eine Bedienung auf einmal. Oder sie balancieren Hendl und Schweinsbraten auf Tabletts durchs Gedränge. Neben Kraft und Ausdauer braucht eine Bedienung eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, um sich bei betrunkenen Gästen durchzusetzen oder so manch derben Spruch an sich abprallen zu lassen. Der Stress wird jedoch gut bezahlt. 5000 Euro und mehr verdient eine Bedienung auf der Wiesn - heißt es.

- Koch: Bis zu 10 000 Sitzplätze hat ein großes Festzelt - das bedeutet Tausende Essen pro Tag und Stress in den Küchen. Die Köche sorgen mit bayerischen Schmankerln dafür, dass die Wiesnbesucher Kraft für einen langen Abend und eine gute Grundlage für das süffige Oktoberfestbier haben. Fast eine halbe Million Hendl und mehr als 100 000 Paar Schweinswürstl wurden 2013 verspeist.

- Spüler: Geschirr, Besteck und Krüge dürfen im Bierzelt nicht ausgehen, sonst werden die Besucher ungeduldig. Deswegen haben die fleißigen Spüler alle Hände voll zu tun.

- Brezn- und Souvenier-Verkäufer: Sie schlängeln sich durch das Gedränge in den Festzelten und verkaufen Brezn, Blumen, Luftballons und andere Accssoires. Andere schießen Erinnerungsfotos von den Gästen und die sogenannten „Promilla“ lassen bierselige Wiesnbesucher ihren Alkoholwert testen.

- Toiletten-Personal: 1500 Toiletten stehen den Wiesnbesuchern zur Verfügung, dazu kommen etwa ein Kilometer „Stehplätze“. Reinigungskräfte sorgen dafür, dass die stillen Örtchen zugleich saubere bleiben.

- Polizist: Etwa 300 Polizisten sind auf dem Oktoberfest im Schichtdienst im Einsatz, dazu kommen rund 200 Beamte im Umfeld des Festgeländes. In Gruppen von sechs Mann gehen die Polizisten Streife, wie ein Sprecher sagt. Die häufigsten Delikte, mit denen sie zu tun haben, sind Körperverletzungen und Diebstähle.

- Sanitäter/Arzt: Im Dauereinsatz auf der Wiesn ist das Bayerische Rote Kreuz. Bis zu 80 Sanitäter und acht Ärzte kümmern sich wochentags um verletzte oder kranke Besucher, an den Wochenenden sind es knapp doppelt so viele. Frauen hätten wegen offener Schuhe meist Verletzungen an den Füßen, bei den Männern müssten vor allem Schnittverletzungen an Händen und im Gesicht behandelt werden, sagt ein BRK-Sprecher. Dazu kommen Herzinfarkte, Schlaganfälle und „Bierleichen“.

dpa

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