Aus is, schee war’s!

Besucher, Bier & Bares: Die Wiesn-Bilanz 2014

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Zum Abschied gibt's oft Wunderkerzen, wie hier im Hackerzelt.

München - Was für ein Finale! Am letzten Wochenende strömten die Besucher noch mal zu Hunderttausenden aufs Festgelände. Die Wiesn-Bilanz der Stadt:

  • 6,3 Millionen Besucher waren heuer auf der Wiesn – etwas weniger als 2013 (6,4 Millionen).
  • Die Oide Wiesn stellte einen neuen Rekord auf: 610 000 Besucher feierten hier (2013: 550 000). OB Dieter Reiter (SPD): „Die Oide Wiesn hat ordentlich zugelegt – dieser Erfolg freut uns besonders.“
  • 6,5 Millionen Mass Bier wurden getrunken (2013: 6,7 Millionen), 112 Ochsen verspeist (2014: 114). Wirte-Sprecher Toni Roiderer (Hackerzelt): „Wir sind sehr zufrieden, die Wiesn war rundum stimmig.“ Auch der neue große Wiesn-Wirt Siegfried Able (Marstall) zieht positive Bilanz: „Unsere Vorstellungen wurden übertroffen.“
  • Touristen: Am letzten Wiesn-Wochenende kamen viele Italiener, Österreicher und Schweizer. Sogar aus Mosambik, Sambia und den Caicosinseln waren Gäste da!
  • Die Ordner nahmen den Wiesn-Gästen rund 112 000 Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen ab. Offenbar werden die Krüge als Souvenirs immer beliebter: Im letzten Jahr waren’s nur 81 000.
  • Sogar Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) ist ganz heiser vom Mitsingen: Atemlos von Helene Fischer ist DER Wiesn-Hit 2014.
  • 150 Mal musste die MVG die U-Bahn-Zugänge an der Theresienwiese sperren. Bei der Deutschen Bahn führten über 100 Zwischenfälle mit Wiesn-Gästen zu Verspätungen und Ausfällen.
  • 151 Kinder wurden in der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt, acht gingen auf dem Festgelände verloren (sind natürlich mittlerweile alle wieder heil zu Hause).
  • 3646 Fundstücke zählt das Fundbüro, darunter 900 Ausweise, 530 Geldbörsen und 230 Brillen. Auch vier Tickets zum Spiel Bayern gegen Hannover, zwei Eheringe und ein Schlagzeug-Beckenset wurden abgegeben.
  • 206 Mädchen und Frauen wurden am Security Point des Projekts Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen betreut.
  • Mit 2,98 Kilowattstunden liegt der Stromverbrauch etwas unter dem Vorjahr (minus 2,3 Prozent). Spitzentag im Stromverbrauch war übrigens der Tag der Deutschen Einheit am Freitag mit 206 206 Kilowattstunden.
  • Immer mehr Journalisten berichten vom größten Volksfest der Welt! 4678 Medienkontakte aus dem In- und Ausland zählte die Pressestelle, darunter mit Japan, Argentinien und der Türkei (2013: 3951).

Christina Meyer

Und auch die Polizei ist heuer zufrieden

In den letzten Stunden des 181. Oktoberfestes zogen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und die Bundespolizei am Hauptbahnhof schon mal eine vorläufige Bilanz.

„Alles in allem zufrieden“ zeigte sich Münchens Polizei-Vizepräsident Robert Kopp. Zwar ist die Zahl der Einsätze auf 2205 gestiegen (2013 noch 2031 Einsätze), doch sind die schweren Gewaltdelikte wie Körperverletzungen (von 450 auf 389) und Masskrug-Schlägereien und auch die Taschendiebstähle (von 504 auf 404) rückläufig. Sorgen macht Kopp allerdings der mangelnde Respekt vor den Wiesn-Polizisten. In 26 Fällen (im Vorjahr 20) wurden Wiesn-Gäste nach teils massiven Angriffen auf Polizisten wegen Widerstands angezeigt. „Wir haben dem KVR diese Fälle gemeldet und Betretungsverbote für die Wiesn 2015 beantragt.“

Auch die 2000 Einsatzkräfte des BRK leisteten 16 Tage Schwerstarbeit. Sie versorgten 7914 Wiesn-Gäste und Mitarbeiter – das sind etwas mehr als im Vorjahr (2013: 7324). 3603 Patienten mussten ärztlich behandelt werden, 681 Alkoholleichen wurden medizinisch überwacht. 693 Mal nähten die Chirurgen kleinere Wunden. 812 Fälle waren so ernst, dass die Patienten ins Krankenhaus gefahren werden mussten.

Die Feuerwehr rückte zu vier kleineren Brandeinsätzen, 14 technischen Hilfeleistungen und zwei First-Responder-Einsätzen bei medizinischen Notfällen aus. Die Feuerwehr-Notärzte hatten 230 Einsätze. Insgesamt bearbeitete die Integrierte Leitstelle 2623 Einsätze.

Die Bundespolizei am Hauptbahnhof freute sich auch über weniger Gewaltstraftaten (43 insgesamt ). An Spitzentagen bevölkerten bis zu 500 000 Reisende den Bahnhof. Das Nadelöhr Hackerbrücke überquerten 2,5 Millionen Besucher. Der Star dort ist jedes Jahr der „Partybus“ – ein Polizeiauto, das die Massen per Lautsprecher mit Marsch- und Partymusik bei Laune hält.

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Dorita Plange

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