Kleine Bierfasskunde: Haserl und Hirschen

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Zwei Schläge brauchte OB Ude 2009 beim Wiesn-Anstich, um den Hirsch zu "erlegen"

München - Hase und Hirsch sind nicht nur Namen für Tiere der einheimischen Wälder. Im Brauerjargon bezeichnen sie Bierfässer unterschiedlicher Größe. Hier eine kleine Bierfasskunde:

Nein, Christian Ude ist natürlich kein Tierquäler. Dennoch "erlegt" Münchens Oberbürgermeister jedes Jahr beim Anstich einen "Hirschn". Auf prachtvoll geschmückten Pferdekutschen rollen hunderte Fässer Wiesnbier jedes Jahr auf die Theresienwiese. Doch Fass ist nicht gleich Fass. Hase, Reh und Hirsch sind nicht nur Namen für die Bewohner einheimischer Wälder. Im Brauerjargon bezeichnen die Tiernamen Bierfässer unterschiedlicher Größe. Welches Fass nach welchem Tier benannt ist, hängt von seiner Füllmenge und vom Gewicht des jeweiligen Vierbeiners ab. Ein Oktoberfest-Anstichfass umfasst zum Beispiel mit einem Füllvermögen von 200 Litern Bier in etwa so viel, wie ein ausgewachsener Hirsch wiegt. Demnach handelt es sich hierbei um einen “Hirsch“.

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Kleinere Fässer mit einem Volumen von 15, 30 oder 50 Liter wurden ursprünglich auch als Haserl oder Reherl bezeichnet. Allerdings sind diese Fassbezeichnungen vor allem außerhalb Bayerns nahezu in Vergessenheit geraten. Der “Hirsch“ hat sich hingegen bis in die heutige Zeit gehalten. “Hirschn“ stehen auf dem Oktoberfest zwar in allen Zelten, haben dort aber fast nur noch nostalgischen Wert: Das Bier lagert meistens in Stahlcontainern hinterm Zelt und läuft nur symbolisch durchs Fass.

dpa

Quelle: Oktoberfest live

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