Die Wiesn-Mass als Schnäppchen?

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Die Grafik zeigt: Am teuersten kommt die Wiesn-Mass Besucher aus Südafrika

München - Jedes Jahr regen sich die Münchner über steigende Bierpreise auf der Wiesn auf. Dabei ist die Mass für einige internationale Gäste sogar ein richtiges Schnäppchen.

Das Oktoberfest feiert in diesem Jahr sein zweihundertjähriges Bestehen - die Bierpreise steigen trotzdem. Die Mass Bier kostete im Jahr 2010 in den Festzelten zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro - im Durchschnitt über alle Zelte gerechnet sind das 8,65 Euro. Für manche ausländische Besucher ist der Liter Bier damit tatsächlich ein Schnäppchen.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Deutschland im Mittelfeld, Norweger trinken am billigsten

Das Personalberatungsunternehmen ECA International hat aus weltweiten Bierpreisen und Wechselkursen einen Bierpreisindex für die Wiesn erstellt (siehe Grafik oben). Tief in die Taschen greifen müssen demnach die Südafrikaner: Jedes Bier auf der Wiesn kostet sie mehr als doppelt so viel wie daheim. Besucher aus Großbritannien erwartet "nur" ein Aufschlag von 35 Prozent. Aber auch alle Gäste aus Deutschland werden auf dem Oktoberfest ordentlich zur Kasse gebeten. Berliner zahlen beispielsweise 12,5 Prozent mehr als in ihrer Heimatstadt.

Andere freuen sich hingegen auf eine günstige Sause: Dänen trinken die Maß 36 Prozent billiger als zu Hause. Für Besucher aus Japan ist die Trinktour ebenfalls preiswert - nämlich circa 30 Prozent weniger. Schweizer zahlen für den Gerstensaft ein Viertel weniger als daheim. Am besten kommen aber Gäste aus Norwegen weg: Verglichen mit heimatlichen Preisen ist für sie bei einem Trip durch alle Zelte quasi jedes zweite Bier umsonst.

Wasser und Zigarette - für Amis ein teures Vergnügen

Ähnlich ergeht es alkoholfreien Wiesn-Touristen: Amerikaner sparen beim Mineralwasser 37 Prozent. Franzosen müssen dafür doppelt so viel hinlegen wie im heimischen Bistro. Kanadier zahlen für Softdrinks in Deutschland 40 Prozent mehr als zuhause, Amerikaner fast das Doppelte.

Preisklüfte gibt es auch beim Glimmstengel - trotz Rauchverbots. Die Spanier freut's: Sie kommen gar nicht erst in Versuchung. Zigaretten sind in Deutschland ungefähr 50 Prozent teurer als in Spanien. Um das vorhandene Sparpotenzial richtig auszuschöpfen, müssen Briten und Australier viel Zeit vor den Zelten verbringen: Zuhause zahlen sie 23 Prozent beziehungsweise 27 Prozent mehr für das Päckchen.

Quelle: Oktoberfest live

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