Sicherheitsvorkehrungen

Bundespolizei ist für die Wiesn gut gerüstet

München - Am Samstag, 19. September, beginnt das 182. Münchner Oktoberfest. Die Münchner Bundespolizei ist für den Wiesn-Einsatz gut vorbereitet. Und hat einige Tipps für die Wiesn-Besucher parat.

Für die 16 Tage des Oktoberfests bekommt die Bundespolizeiinspektion München von vielen Dienststellen aus dem gesamten Bundesgebiet personelle Unterstützung. Wegen der Flüchtlingssituation sind auch mehr Beamte im Einsatz als im Vorjahr. Einzelne Beamte aber auch Verbandskräfte der Bundesbereitschaftspolizei und Spezialkräfte wie Taschendiebstahlsfahnder oder Diensthundeführer, unterstützen das Stammpersonal.

"Bestmögliche Sicherheit für alle Reisenden", erwartet Jürgen Vanselow. Der Polizeidirektor ist Leiter der Bundespolizeiinspektion München und in den kommenden 16 Festtagen für die an die Theresienwiese angrenzenden Bahnhöfe und Haltepunkte, sowie für Züge und S-Bahnen rund um München zuständig  "Wir haben uns gut und intensiv vorbereitet. Unser Schwerpunkt liegt auf der sicheren Lenkung der aller Reisenden sowie auf präventiver und repressiver Kriminalitätsbekämpfung. Wegen der Bewältigung der enormen Flüchtlingsströme, die in den zurückliegenden Tagen in München angekommen sind, verfügen wir nunmehr über gute zusätzliche Erfahrungen. Ich sehe unsere Einsatzkräfte für das Oktoberfest 2015 gut gerüstet" sagt Jürgen Vanselow.

Videoüberwachung erweist sich als hilfreich

laut Polizei bestens bewährt hat sich die Videoüberwachung in Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen. Damit konnten auch bei zurückliegenden Oktoberfesten etliche Straftaten wie Taschendiebstähle oder auch Gewaltdelikte, die sich während der Wiesnzeit leider nie ganz vermeiden lassen, aufgeklärt werden, erklärt Vanselow. 

Er weist darauf hin, dass gerade im Bereich der Taschendiebstähle Wiesngäste selbst sehr viel für ihre Sicherheit tun können. Er empfiehlt: "Wertsachen verschlossen in verschiedenen Innentaschen, nah am Körper tragen - Handtaschen und Rucksäcke stets verschlossen halten - Geldbörsen und Handys nie aus der Hand legen und anderen auch keinen Einblick gewähren."

An einem der Einsatzschwerpunkte, der Hackerbrücke wird auch wieder der "LauKw" (amtsdeutsch Lautsprecherkraftwagen) im Einsatz sein. An dem von den Wiesnbesuchern liebevoll "weißblauer Partybus" getauften Wagen machen Bundespolizisten mit Ansagen auf mögliche Sicherheitsprobleme, wie Störungen am Bahnsteig oder im S-Bahnverkehr aufmerksam.

Keine Radl und keine Glasflaschen auf der Hackerbrücke

Die Bundespolizei bittet Fahrradfahrer während des Oktoberfests keine Räder an der Hackerbrücke abzustellen oder dort anzuschließen. Außerdem weist sie darauf hin, über die Hackerbrücke keine Glasflaschen oder gar Maßkrüge mitzuführen! Aus Sicherheitsgründen darf man damit nicht auf den Bahnsteig. Um Stau am Bahnsteig zu vermeiden, empfiehlt die Bundespolizei den Haltepunkt Hackerbrücke möglichst rasch zu verlassen. Wer nur ein oder zwei Stationen weiterfährt und dort am Bahnsteig auf seine Bahn ins Umland wartet, der hilft mit, die Lage an der Hackerbrücke zu entschärfen und schafft Platz für nachströmende Abreisende.

Auf andere Bahnhöfe ausweichen

Am Hauptbahnhof empfiehlt die Bundespolizei den Fußweg zur Theresienwiese. In nur knapp zehn Minuten kann man so oft schneller als mit S- oder U-Bahn, wo es immer wieder zu Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg kommt, auf der Festwiese sein. Die Wege sind ab dem Hauptbahnhof bzw. zurück ab der Theresienwiese sehr gut ausgeschildert.

Die Bundespolizei bittet Reisende und Wiesngäste an Bahnsteigen und Zügen um Geduld. Wenn die Züge überfüllt sind, können sie wegen der Sicherheitsbestimmungen nicht abfahren. Die Bundespolizei rät, sich nicht auf  den letzten Zug der München Richtung Heimat verlässt, zu verlassen, sondern lieber eine frühere Alternative zu wählen.

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