Chamila macht viele Frauen glücklich

Sie ist von der Rosenverkäuferin zur Königin der Herzen aufgestiegen

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Chamilas Filzherzerl gibt es in verschiedenen Farben mit den unterschiedlichsten Sprüchen und Motiven.

Chamila Egerer weiß, wie sie ihre Produkte an den Mann respektive die Frau bringt. Die ehemalige Rosenverkäuferin bietet auf der Wiesn mittlerweile Herzen mit verschiedenen Sprüchen an.

München - „I mog di“, „Hallodri“ oder „Schatzi“ steht auf den Filzherzen von Chamila Egerer (32). Doch so mancher von sich selbst überzeugte männliche Besucher greift auch gleich beherzt zu „Sexgott“.

Warum auch bescheiden sein? Die Aschheimerin (Landkreis München) hat so etwas wie den münchnerischen Traum für sich wahr gemacht. Die gelernte Kosmetikerin und Pflegehelferin hat sich hochgearbeitet – von der Rosenverkäuferin zur Unternehmerin für Filzherzen, die viele Stände auf der Wiesn beliefert. Vor zehn Jahren wurde Egerer gefragt, ob sie im Weinzelt nicht Rosen anbieten wolle. „Ich bin drei Stunden durchs Zelt gerannt und habe keine einzige verkauft.“ Die junge Frau wollte den Job hinschmeißen.

Erfolg kam mit blinkenden Herzen

Doch dann stieg sie auf blinkende Herzen um und hatte Erfolg. „Ein Mann hat mir gleich alle auf einmal abgekauft.“ Sieben Jahre lang blieb die Königin der Herzerl ihren Souvenirs treu. Dann kam die Anfrage, ob sie nicht Filzherzen (Stück 9,50 Euro) im Weinzelt verkaufen wolle. Dazu gehört auch, die Herzen selbst herzustellen. Das erledigte Chamila Egerer zunächst im heimischen Wohnzimmer, mittlerweile hat sie ein Büro.

Egerer weiß, wie sie ihre Kunden ansprechen muss. „Magst nicht a Runde Herzerl für die Damen ausgeben?“, fragt sie die Männer an den Tischen. Die Herren geraten unter Zugzwang. So werden Geschäfte gemacht. Egerer: „Es ist nicht wichtig, dass die Verkäuferin hübsch ist – sondern, dass sie gut reden kann.“ Egerer hat zwei Verkäuferinnen angestellt, beliefert 15 Stände auf der Wiesn und schickt ihre Filzherzen auch in die Schweiz. Mit einem Stift malt sie die Sprüche auf den Filz, mit einer Anstecknadel können die Besucher sie an Hemd oder Dirndl befestigen.

Und weil die 32-Jährige umtriebig ist, betreibt sie nebenher noch einen Internethandel mit Trachten, schmeißt die Betriebsleitung bei einem After-Wiesn-Club – und kümmert sich heuer mit einem Team auch um die Toiletten in Kufflers Weinzelt. Kommendes Jahr, da soll es ruhiger werden für die Königin der Herzerl: Sie und ihr Freund Josef wollen nämlich heiraten.

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Ramona Weise

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