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Auf die Wiesn – trotz Corona-Pandemie? Wiesn-Chef rät bestimmten Personengruppen ab

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Von: Anna Lorenz

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Oktoberfestchef Clemens Baumgärtner (CSU) rät bestimmten Personengruppen von einem Wiesnbesuch ab. Das größte Volksfest der Welt und die Corona-Pandemie sind definitiv eins: Schwierig zu vereinbaren.

München – Es wird gesungen, es wird getrunken, es wird geschwitzt: Nach zwei Jahren Zwangspause steht das Oktoberfest 2022 in München vor der Türe. Besucher aus aller Welt treffen sich auf der Theresienwiese, Zelte und Festplatz werden voraussichtlich nahezu gesteckt voller Menschen sein. Ob auf der Bierbank, an den Fahrgeschäften oder im Gewimmel: Der Zulauf zur Wiesn wird heuer höchstwahrscheinlich immens. Doch was ist eigentlich mit der Corona-Pandemie? Wegen des grassierenden Virus wurde das größte Volksfest der Welt schließlich in den letzten Jahren abgesagt. 2022 stellt sich nun spätestens mit dem Festbier-Anstich am Samstag, 17. September, die Frage: Ist eine „friedliche Wiesn“ für das Immunsystem machbar?

Corona und die Wiesn: So schätzen Experten die Ansteckungsgefahr ein

Es braucht keinen Doktortitel, um sich darüber im Klaren zu sein, dass die Wiesn als täglicher Treffpunkt zigtausender Menschen aus aller Welt per se Zeug zum Corona-Hotspot hat. Besieht man sich zusätzlich, wie eng und teils ungehemmt sich das Zusammensein der Besucher auf dem Oktoberfest gestaltet ist klar: Die Ansteckungsgefahr hinsichtlich Covid-19 ist hoch. Experten machen keinen Hehl daraus, dass sie in den kommenden Wochen mit einer Wiesn-Welle an Infektionen in München rechnen. Virologe Hendrik Streeck befürchtet sogar, das Oktoberfest könne sich als Superspreader-Event herausstellen.

Besondere Hygiene-Maßnahmen sind für die Wiesn 2022 indes nicht geplant – vielleicht nicht zuletzt, weil die Um- und Durchsetzung in den Festzelten und auf dem Gelände nahezu unmöglich erscheint. Abseits der Theresienwiese setzt auch die Staatsregierung zukünftig wohl auf Lockerungen. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen im Herzen der Landeshauptstadt? Nur dann hingehen, wenn möglich wenig los ist auf dem Oktoberfest? Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) setzt auf die Mithilfe jedes Einzelnen – und erteilt einen klaren Rat.

Oktoberfest und Corona: Wiesnchef appelliert an Besucher – Bitte sei jedoch „kein Muss“

Am Dienstag, 13. September, wies das Robert Koch-Institut (RKI) für München 745 neue Corona-Fälle aus, die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 183,6 (Stand 14. September), das entspricht 2.732 neu gemeldeten Infektionen binnen der vergangenen sieben Tage. Obwohl die Impfzahlen zum Wiesn-Beginn hin in München noch einmal steigen, liegt die Gabe eines entsprechenden Vakzins bei vielen Menschen schon länger zurück. Im Übrigen gilt: Corona steht zwar im Fokus der Virologen – Affenpocken, Grippe oder andere Bazillen sind sicherlich aber auch wenig erstrebenswert. Um die Wiesn nicht zum Katalysator für Ansteckungen zu machen, appellierte der Münchner Wirtschaftsreferent und Oktoberfestchef Clemens Baumgärtner nun an die Besucher.

„Eher nicht hingehen“, so Baumgärtner nun im Bayerischen Rundfunk, solle, wer einer vulnerablen Personengruppe angehöre oder sich krank fühle. Gleiches gelte seiner Meinung nach allerdings auch für andere öffentliche Veranstaltungen mit vielen Menschen. Diese Bitte sei aber „kein Muss“, so der Wiesnchef, der Besuch stehe im individuellen Ermessen jedes potenziellen Wiesn-Gängers. Generell störe sich Baumgärtner an der kritischen Betrachtung des Oktoberfests. Die Wiesn mache München in der Welt berühmt, und „die, die hingehen, freuen sich darauf“. (askl)

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