Neue Regelung hilft

Darum waren die Wiesn-Massen 2014 besser eingeschenkt

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Eine Wiesn-Bedienung im Einsatz.

München - In den meisten Zelten waren die Massen 2014 erstaunlich gut eingeschenkt – jedenfalls für Wiesn-Verhältnisse. Warum war das so?

Zumindest für Grantler war die Wiesn 2014 enttäuschend. In den meisten Zelten waren die Massen erstaunlich gut eingeschenkt – jedenfalls für Wiesn-Verhältnisse. Gerade einmal vier Beschwerden wegen angeblich schlechter Schankmoral verzeichnete das Kreisverwaltungsreferat (KVR) laut offiziellem Abschlussbericht. Insgesamt mahnte man bei Kontrollen 18 Schankkellner schriftlich ab, weil sie zu schlecht eingeschenkt hatten. Bei mehr als sieben Millionen Mass ist das nicht viel.

Warum funktionierte im vergangenen Jahr plötzlich, was zuvor nahezu unmöglich schien? Des Rätsels Lösung liegt offenbar weder beim Wirt noch bei den Schankkellnern, sondern bei den Bedienungen. Wie der Münchner Merkur aus Wirtekreisen erfuhr, kam es vor allem deshalb zu den gut eingeschenkten Massen, weil man erstmals die Bedienungen in die Pflicht nahm. In den Arbeitsverträgen vieler Wirte mit ihren Bedienungen wurde erstmals festgeschrieben, dass sie nur volle Masskrüge an die Tische bringen dürfen, berichtet der Münchner Merkur. Ist ein Krug schlecht eingeschenkt, soll nicht erst der Gast reklamieren müssen, sondern gleich die Bedienung beim Schankkellner.

In Wirtekreisen räumt man ein, dass die Änderung in den Verträgen vor allem auf Druck des Kreisverwaltungsreferenten zurückzuführen ist. KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle hat den Wirten offenbar die Instrumente gezeigt. Von einer möglichen Absenkung der Toleranzschwelle bei Schankkontrollen soll die Rede gewesen sein und von einem regelrechten Abmahnungs-Hagel …

P. Vetter

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