Die historischen Schausteller

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München - Auf der Wiesn finden sich seit jeher nostalgische Fahrgeschäfte und Schausteller, wie die Krinoline oder der Schichtl. Zum Jubiläum dürfen sich die Besucher heuer aber auf ganz besondere Raritäten freuen.

200 Jahre Münchner Oktoberfest sind nicht zeitgleich 200 Jahre Schaustellergeschichte. Mit den Karussels, Achterbahnen und Sensationen ging es erst 1850 richtig los. Die Rollbahn, auf dem amerikanischen Patent einer liegenden Acht basierend, heute noch als Achterbahn bekannt, war um die Jahrhundertwende die Herausforderung für die deutschen Schaussteller. Die größte Holzachterbahn auf dem Münchner Oktoberfest produzierte und betrieb der Münchner August Rupprecht. Mit einer Holzachterbahn aus dieser Zeit können die Münchner Schausteller auf der Jubiläumswiesn nicht aufwarten, aber mit unvergessenen Sensationen, an die sich die Eltern oder Großeltern mit einem lachenden Auge gerne erinnern.

Die Schausteller auf der historischen Wiesn:

- Velodrom

- Fahrt ins Paradies: Die Fahrt ins Paradies wurde 1939 von der Firma Friedrich Heyn erbaut und an den Schausteller Jacob Pfeiffer ausgeliefert. Das Karussel hatte den zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überstanden und war in den Nachkriegsjahren eine absolute Attraktion auf den Festplätzen. Im Jahre 2001 erbte Harald Pfeiffer als alleiniger Nachkomme der Familie die Fahrt ins Paradies und fand den Schatz gut verpackt mit Fotos und alten Plänen in einer Lagerhalle. Schließlich erwarb Toni Schleifer das Traditionskarussell, restaurierte es mit viel Liebe und ist besonders stolz, es in dieser Pracht auf dem Jubiläumsoktoberfest zeigen zu dürfen und zu einer Fahrt auf einer vier-hügeligen Berg- und Talbahn einzuladen.

- Raupenbahn: Auf eine Berg- und Talfahrt geht es mit der Raupenbahn von 1926. Ihre Wagen haben ein heruntergeklapptes Verdeck, ähnlich einer Raupe.

- Calypso: Ein Modetanz aus Südamerika inspierierte die Karussellkonstrukteure zu einem Karussell, das nicht in einer Richtung nur Rundfahrten, sondern mehrere Drehbewegungen in einer Fahrt kombiniert. Wie eben auch bei dem sehr rhythmischen Tanz Calypso. Für die Fahrgäste ist es ein einzigartiges Gefühl, weil es durch die verschiedenen Radien an bestimmten Schneidepunkten des Karussells zu beeindruckenden Geschwindigkeitseffekten kommt.

- Rollende Tonne: Die Rollende Tonne ist zugleich der Haupteingang zum Museumszelt der Schausteller und des Münchner Stadtmuseums. Wenn man also das Museumszelt von innen sehen will, muss man zwar nicht durch die Rollende Tonne laufen, aber man hat die unwahrscheinlich humoristische Möglichkeit, anderen mutigen Wiesnbesuchern zuzusehen, wie sie mit viel Geschick auf die andere Seite des Weges zu kommen versuchen. Lachen ohne Ende, aber auch viele Erinnerungen an die gute alte Zeit. 

- Holzpfostenautoskooter: Aus dem Jahr 1956 stammt der Holzpfostenautoskooter.

- Schiffschaukel: Die Schiffschaukel ist unwiderruflich das älteste Fahrgeschäft und bestimmt ein fester Bestandteil in allen Kindheitsträumen.

- Marionettentheater

- Pony-Reitparcours: Auf dem Rücken der Pferde können sich die kleinsten Dressurreiter unter den Wiesnbesuchern einem besonderen Ambiente erfreuen.

Die Jubiläumswiesn ist besonders familienfreundlich organisiert. Die Fahrten in den Karussells kosten nur einen Euro. Außerdem ist der Eintritt zum historischen Festgelände für Kinder bis 14 Jahren frei.

Quelle: Oktoberfest live

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