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„Aufwand gewaltig“: Erstes Oktoberfest mit 5G - Neuer Rekord erwartet

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Von: Franziska Konrad

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Die Wiesn-Vorbereitungen laufen: Auch ein 5G-Mobilfunkmast steht bereits auf dem Festgelände vor einem Riesenrad.
Die Wiesn-Vorbereitungen laufen: Auch ein 5G-Mobilfunkmast steht bereits auf dem Festgelände vor einem Riesenrad. © Peter Kneffel/dpa

In wenigen Tagen ist es so weit - das Oktoberfest wird auf der Theresienwiese in München eröffnet. Besonderheit nach drei Jahren Corona-Pause: Auf der Wiesn gibt‘s zum ersten Mal 5G.

München - Der Wiesn-Countdown läuft: In genau einer Woche, am 17. September, steht mit dem Anstich der symbolische Startschuss zum Oktoberfest an. Bonuspunkt für alle Volksfest-Besucher: Wenn nach knapp drei Jahren Corona-Pause auf der Theresienwiese wieder gefeiert wird, können diese ihre Bilder, Nachrichten und Videos erstmals im schnelleren 5G-Standard verschicken. Mit zahlreichen Antennen und Masten haben sich die großen Mobilfunkanbieter bereits vorbereitet. Sie erwarten ein Rekord-Datenvolumen.

Oktoberfest in München: Neuer Rekord mit „Wiesn“-Netz erwartet - „Riesiger Datendurst“

Mobilfunk-Riese O2 geht noch einen Schrittchen weiter - und prognostiziert sogar einen „riesigen Datendurst“. Um ihm zu begegnen, haben die Anbieter hunderte temporäre Antennenelemente auf und um die Theresienwiese herum installiert.

Alleine bei Vodafone waren seit Anfang August 15 Teams aus jeweils zwei Mitarbeitern vor Ort mit dem Aufbau beschäftigt. Externe Partner nicht eingeschlossen. Im März hat sogar schon die Frühplanung begonnen. „Der technische Aufwand ist gewaltig. Auf eine eher kleine Fläche bringen wir das Maximum an Kapazität“, sagt Technik-Chefin Tanja Richter. „Nur so lässt sich der tägliche Datenfluss von mehreren Terabyte bewältigen.“

Ähnlichen Tenor gibt es von O2 Telefonica: Hier spricht man von einem „echten Härtetest“ für das Netz, weil sich viele Menschen auf engstem Raum bewegen. „Damit beim zu erwartenden Datendurst niemand auf dem Trockenen sitzt“ habe man sich „mächtig ins Zeug gelegt und zusätzliche Mobilfunkstandorte aufgebaut“. Die Masten stehen - wie auch bei anderen Anbietern - nicht nur außerhalb, sondern sind zum Teil im Innern der Zelte platziert.

5G beim Oktoberfest in München: Größter Masten versorgt 12.000 Wiesn-Besucher

Mit dem aufgebauten „Wiesn-Netz“ ließe sich laut Telekom sogar eine mittelgroße Stadt wie Kassel versorgen. Allein über ihren größten Masten auf der Theresienwiese, ist der Mobilfunk für rund 12.000 Besucher gesichert.

Doch trotz der großen Zahlen und Prognosen werden deutlich mehr Daten erwartet: O2 hält ein Volumen von 250 Terabyte für möglich - nach 87 Terabyte im Jahr 2019 wäre das etwa eine Verdreifachung. Vodafone ist mit einer erwarteten Verdoppelung der 70 Terabyte des Jahres 2019 etwas zurückhaltender. Bei der Telekom heißt es lediglich, man rechne mit einem Anstieg des Datenvolumens. „Um wie viel höher es sein wird, hängt von vielen Punkten ab, wie zum Beispiel dem Wetter, der Infektionslage, Besucheranzahl.“

Auslöser für das wachsende Datenvolumen? Bei der Telekom erklärt man sich dies vor allem durch die Nutzung von Videos und Fotos für die Social-Media-Kanäle und den Austausch mit Freunden und Familien. O2 nennt unter anderem Messaging-Dienste, Streaming und Videoproduktion. So lösten bei Instagram Videos und bewegte Stories Fotos ab. Und auch Laien produzierten Videos in 4K oder hochauflösende Fotos.

Bei alledem gibt es auf dem Oktoberfest 2022 eine datentechnische Besonderheit im Vergleich zur alltäglichen Netznutzung. Denn während laut Telekom normalerweise etwa neunmal so viele Daten herunter- also hochgeladen werden, gibt es bei der Großveranstaltung doppelt so viele hochgeladene Daten wie heruntergeladene - Selfie und Livestreaming sei Dank.

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