Sehr bunt und sehr hell

Marstall: Erster Blick ins neue Wiesn-Zelt

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Wirt Sigi Able ist zufrieden: Sein Marstall wächst wie geplant. Der Balkon ist fast fertig. Schön zu sehen: die Südfront mit vielen Fenstern.

München - Das schaut ja schon richtig heimelig aus! Die tz hat einen ersten Blick ins neue Marstallzelt auf der Wiesn geworfen: Der Hippodrom-Nachfolger wird wieder genauso kunterbunt und hell!

 „Wir sind super im Zeitplan“, sagt Wirt Sigi Able, der jetzt in der heißen Phase zwei Mal am Tag nach dem rechten sieht. „Nächste Woche soll schon die erste Bestuhlung kommen.“

Fenster, überall Fenster: Das Marstall begrüßt die Gäste mit drei riesigen Herzerl-Fenstern über dem Eingang, das größte misst 6 mal acht Meter. Hinten vor dem Raucherbalkon erkannt man eine weitere große Fensterfläche. Aber das ist nicht alles: An den Längsseiten laufen oben Lichtbänder entlang, durch die die Sonnenstrahlen fallen. Und die ganze Südseite ist erstmals mit Fenstern ausgestattet. Able: „Sie können geöffnet werden und bringen eine Top-Klimatisierung. Insgesamt haben wir eines der hellsten Zelte der Wiesn.“

Hier wird der neue Marstall aufgebaut

Hier wird der neue Marstall aufgebaut

Der 1050 Quadratmeter große, rundumgehende Balkon mit 1000 Plätzen ist schon weiter als das Erdgeschoss. Die grünen Geländer stehen größtenteils. Nur der Boden aus Fichtenholz fehlt noch. Auch der Oberbau ist fast fertig: 1,20 Meter und vier Meter breite orange, grüne und pinke Stoffbahnen zieren das Dach – ähnlich wie im Hippodrom. Bald wird der Zelthimmel veredelt, wie Able verrät: „Da kommen noch fünf große, handgefertigte Lüster von einer Firma aus Leipzig dran. Sie haben einen Durchmesser von 4,50 Meter und die Lichter stecken in Tulpengläsern.“

Das Herzstück des Zeltes, die Musikbühne in Form eines nostalgischen Karussells, ist derzeit nur zu erahnen: Das Betonfundament dafür steht schon. Verantwortlich hierfür ist der bekannte Figurenbauer Peter Ardelt aus Dresden. Er sagt: „Sowohl das Karussell als auch die Quadriga, die am Dachfirst am Eingang stehen wird, werden wohl Ende August fertig.“ Er arbeitet seit April ausschließlich an den für das Zelt charakteristischen Pferden – mit Stahl, Aluminium, Polyester und Stahl. „Am Karussell drehen sich acht 90 Zentimeter kleine Pferde über den Musikern. Und die Quadriga besteht aus vier 3,30 Meter hohen Pferden, die von der Bavaria geführt werden.“ Um die riesigen Tiere nach München zu transportieren, braucht Ardelt einen Spezialtransporter.

Nina Bautz

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