Das denkt der Münchner über Tracht

Autor Friedrich Ani über Wiesn-Besucherinnen: Dirndl wie aus dem Schmuddelfilm

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Vermutlich meint Ani genau solche Trachten: billig und kurz.

Es kommt einem so vor, als herrsche Trachtenzwang auf dem Oktoberfest. Sogar Touristen tragen Dirndl und Lederhosen. Der Münchner Autor Friedrich Ani rätselt darüber und fällt ein vernichtendes Urteil. 

München - Friedrich Ani lästert in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe) nicht nur über den FC Bayern München, der glaube, ihm gehöre die ganze Stadt, sondern auch über das Oktoberfest. Das größte Volksfest der Welt beginnt am 22. September (Samstag) mit dem Einzug der Wiesn-Wirte und dem Anstich des ersten Bierfasses im Schottenhamel-Festzelt. Ani antwortet auf die Frage, ob es ihm auch so vorkomme, als herrsche Trachtenzwang auf dem Oktoberfest: „Das ist mir ein Rätsel. Bei den jungen Frauen sieht das teilweise aus wie Pornokleidung, kurz und ausgestellt und billiger Stoff. Das hat mit Identität nichts zu tun.“

Der Münchner Schriftsteller Friedrich Ani.

Und Ani hat beobachtet, „dass selbst beim Starkbieranstich am Nockherberg jetzt alle in Tracht kommen“. Seine Theorie: „München wird ja immer jünger, und vielleicht glauben die Leute, dass das eine Integrationstat ist, wenn man sich so anzieht, auch wenn man die Sprache nicht so gut spricht? So im Sinn von: Passt’s auf, ich bin jetzt einer von hier.“

Er selbst besitze mittlerweile keine Lederhose mehr, sagt der Autor. „Ich hatte eine kurze als Kind, da gibt’s ein Foto, auf dem ich ausschaue wieder Dorfdepp von Unterzeismering.“ 

Übrigens: Auch Männer können mit ihrer Tracht auf dem Oktoberfest und anderen Volksfesten ziemlich viel falsch machen. Benedikt Daller, vom gleichnamigen Münchner Trachtengeschäft, erklärt, womit sich Männer blamieren

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sah

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