Rückkehr nach nur einem Jahr

Hippodrom: Aufgalopp im Wiesn-Palast

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Die Wirtinnen und ihr königlicher Bierlieferant: Tina Krätz (r.), Johanna Barsy und Prinz Luitpold von Bayern.

München - Am Freitag heißt es wieder: Manege frei im Hippodrom! Schon am Abend vor dem Wiesn-Startschuss öffnet die After-Wiesn-Location im Postpalast ihre Pforten. Die tz war schon drin.

Am Freitag heißt es wieder: Manege frei im Hippodrom! Nachdem Sepp Krätz wegen Steuerhinterziehung im vergangenen Jahr von der Wiesn geflogen ist, antwortet die Wirte-Familie in Person von Ehefrau Tina Krätz und ihrer Schwester Johanna Barsy mit einem Paukenschlag. Schon am Abend vor dem Wiesn-Startschuss öffnet die After-Wiesn-Location im Postpalast ihre Pforten. Die tz war schon drin.

Wenn auf der Theresienwiese die Musik längst verstummt ist und das Bier nicht mehr fließt, kommt der Postpalast erst in Fahrt. Neben der Mass Bier (Spaten für 10,30 Euro), wird auch königliches Weißbier (6,50) ausgeschenkt. Lieferant ist Prinz Luitpold von Bayern. Seine Vorfahren aus dem Adelshaus der Wittelsbacher brauen schon seit 750 Jahren. Der Prinz erkennt den Vorteil des neuen Standortes: „Viele Leute werden sich den Weg zur Wiesn sparen und gleich hierher kommen. Des Gedränge ist nicht so schlimm, und mit dem Taxi kommt man bequem hin.“

Hippodrom am Postpalast: Bilder vom Aufbau

Und der Gast taucht ohnehin in die Wiesn-Atmosphäre ein. Rund 1500 Feierwütige finden in dem runden Prachtbau mit der markanten Glaskuppel Platz.

Innen ist alles wie gehabt: Die Stoffbahnen in rot, gelb und grün fehlen ebensowenig wie die alten, massiven Holzpferde. Auch auf ihre Stammbedienungen müssen „Hippo“-Fans nicht verzichten. Tina Krätz: „Wir gehen mit 80 Prozent unseres Wiesn-Personals an den Start.“

Das Abendprogramm ist zweigeteilt. Von 18 Uhr bis 23.30 Uhr kommen Feinschmecker und Freunde des gemütlichen Zusammensitzens auf ihre Kosten, danach geben die P1-DJs auf der Late-Night-Wiesn bis drei Uhr Vollgas. Mitgastgeberin Johanna Barsy warnt: „Am besten, Sie reservieren schon vorab, so bekommen Sie garantiert einen Platz.“ Aber auch, wer ohne Vorankündigung kommt, soll möglichst nicht im Regen stehen. Ganz nach Monaco Franzes Motto: „A bisserl was geht immer.“

Die Biere: Goldig, würzig und süffig

Mit einer Stammwürze von mindestens 13,5 Prozent haben die Oktoberfestbiere ordentlich Umdrehungen – das hat sogar das Landgericht München festgelegt. Gestern haben Augustiner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Paulaner, Spaten und Hofbräu ihre Wiesn-Biere vorgestellt. Nur Bier, das aus einer dieser Münchner Brauereien stammt, darf auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden. Goldig sind die Wiesn-Biere und schön süffig. Das Wiesnbier wird nicht nur auf dem Oktoberfest getrunken, sondern in die ganze Welt versandt. Aber auf der Wiesn schmeckt‘s am besten.

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