"Iche komme ausse…" - Die Wiesn-Signori stellen sich vor

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Italienische Gäste stellen sich vor.

München - Zwei kleine Italiener … Nein, an diesem Wochenende dürften einige Tausend mehr in der bayerischen Landeshauptstadt auflaufen. Denn: Es ist Italiener-Wochenende!

Seit Jahren ist das zweite Wiesn-Wochenende in Hand unserer südlichen Nachbarn. Die reisen für die Wiesn zu Scharen aus dem Stiefel-Land an, zelten in München auf dem Campingplatz oder schlafen im Wohnmobil. Die baggerfreudigen Italiener sind nicht nur fürs Feiern bekannt. „Wo kommst du her?“ ist da noch einer der harmlosen Anmachsprüche …

Pünktlich zum Italiener-Wochenende hat die tz den Spieß umgedreht: Die Herren aus dem Land von Spaghetti & Co. sollten auf ein großes Blatt Papier den italienischen Stiefel malen und ihre Heimatstadt einzeichnen. Ob ihnen das gelungen ist, lesen Sie hier. Gegen besonders flirtfreudige Italiener sollten sich Wiesn-Madl mit ein paar Abwehr-sprüchen rüsten. „Se non si comporta da persona educata sarò costretto a chiamare sua mamma!“ zum Beispiel. Heißt auf Deutsch so viel wie: „Wenn Sie sich nicht benehmen, rufe ich Ihre Mama an!“ 

… Firenze mit der Kathedrale

Nur für eine Nacht sind Antonio (25) und Michele (27) aus Florenz nach München gefahren – und jetzt hocken sie im Biergarten vom Hofbräuzelt und spielen Karten. „Wir haben sieben Stunden hergebraucht. Aber egal: Auf dem Oktoberfest gibt es einfach das beste Bier!“, stellt Winzer Michele klar. Ihre Heimatstadt haben die Italiener samt dem berühmten Wahrzeichen, der Kathedrale Santa Maria del Fiore, in einen perfekt gelungenen Stiefel eingezeichnet und sogar die Meere richtig benannt. Dafür gibt es von uns eine Eins mit Stern!

… Cuneo für die bellissime Dirndl

Die Dirndl haben es ­Andrea (23, l.) und Nicola (24) aus der norditalienischen Kleinstadt Cuneo besonders angetan. „Darin schauen die Mädchen so feminin aus“, schwärmt Student Andrea. Wie passend, dass beide Singles sind und das ganze Wochenende die Wiesn unsicher machen. „Wir übernachten im Wohnmobil“, sagt Verkäufer Nicola. Die Landkarte haben beide zusammen gezeichnet. Nur bei der Größe von Sardinien waren sie etwas uneins. Trotzdem ist alles am richtigen Ort. Italienische Mass-Arbeit!

… Bologna für ein kleines bisschen amore

Ganz freiwillig wollte Marco (34) bei unserem Spiel nicht mitmachen – der Webdesigner aus Bologna hat gerade nach allen Regeln der Kunst mit einem bayerischen Madl geflirtet. Ein bisschen amore eben. „Die Party ist hier super, so viele Leute“, findet er. Seit sieben Jahren kommt er am zweiten Wiesn-Wochenende nach Monaco – dass das bei uns „Italiener-Wochenende“ heißt, erfuhr Marco erst von der tz. „Und ich hab mich schon gewundert, dass so viele Landsleute hier sind!“ Die Stiefelspitze auf seiner Landkarte hängt zwar etwas lustlos runter, aber abgesehen davon ist das Ergebnis nach vier Mass Bier ganz gelungen!

… L’Aquila und will ballare!

Ganz allein dreht Gianluca (18) seine Runde durchs Zelt, blickt sehnsüchtig zur johlenden Meute auf den Bierbänken. „Ich will endlich auch auf den Tischen tanzen, aber meine Kumpels hängen im Biergarten fest“, jammert der Student. Nix ballare also. Vielleicht später,die italienische Clique aus L’Aquila hat ihr Lager sechs Tage auf dem Zeltplatz in Riem aufgeschlagen. Gianluca hat sich für die Wiesn eine Brille in den baye­rischen Landesfarben zugelegt. Doch trotz Sehhilfe ähnelt sein Italien-Stiefel einem unförmigen Strumpf, Sardinien ist bedrohlich nah ans Festland gerutscht. Aber: L’Aquila liegt am richtigen Fleck. Bravissimo!

Texte: C. Schmelzer, N. Bautz

Quelle: Oktoberfest live

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