1. tz
  2. München
  3. Wiesn

Einlassregeln bei der Wiesn: Viele Gegenstände dürfen Besucher gar nicht mitnehmen

Erstellt:

Kommentare

Oktoberfest 2022 wiesn regeln mitnahme polizei sicherheitsdienst
Polizisten gehen im Jahr 2018 über die Wiesn. Nach zwei Jahren Pause findet vom 17. September bis 3. Oktober 2022 das Oktoberfest endlich wieder statt. © picture alliance/dpa | Lino Mirgeler

Die Vorfreude steigt: Am 17. September beginnt die 187. Wiesn! Damit der Besuch des Oktoberfests nicht schon an der Sicherheitskontrolle endet, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Einlassregeln.

München - Bald heißt es wieder „O‘zapft is“ oder aus Sicht von Medizinern „O‘gsteckt is“. Corona-Pandemie hin oder her, Wiesn-Fans lassen sich nach zwei Jahren Pause wohl durch nichts vom diesjährigen Oktoberfest-Besuch abhalten - außer vielleicht von der Kontrolle am Eingang. Denn die Sicherheitsleute kontrollieren akribisch und lassen nicht alle Taschen, Rucksäcke oder Gegenstände passieren.

Oktoberfest in München: Diese Taschen und Rucksäcke sind erlaubt

Auf dem Oktoberfest sind nur Taschen und Rucksäcke erlaubt, die das Volumen von drei Litern oder die Größe von 20 cm x 15 cm x 10 cm nicht überschreiten. Groß genug für die essenziellen Dinge wie Geld, Smartphone, Schlüssel und Handy. Wer mit zu großem Gepäck unterwegs ist, kann dieses gegen eine Gebühr an den Eingängen bei der Gepäckaufbewahrung abgeben. Die Sicherheitsmitarbeiter kontrollieren die Größe und womöglich auch den Inhalt jedes Gepäckstücks und versehen es mit einer „Security-Check-Banderole“, wenn es die Richtlinien erfüllt. Diese Kennzeichnung hat jeden Tag eine andere Farbe.

Diese Gegenstände dürfen Wiesn-Besucher nicht mitnehmen

Wenig überraschend dürfen Wiesn-Besucher keine Waffen dabei haben, dazu zählen etwa Stoß-, Hieb- und Stichwaffen - auch das Schweizer Taschenmesser fällt unter diese Definition. Zudem sind Gas-Sprühdosen mit schädlichem Inhalt verboten, sowie ätzende oder färbende Substanzen, teilt das offizielle Portal Oktoberfest.de mit. Das Sicherheitspersonal entscheidet im Einzelfall, ob ein bestimmter Gegenstand Gefahrenpotenzial aufweist. Im Zweifelsfall sollten Oktoberfest-Fans das Haarspray aber zu Hause lassen und nach dem Motto leben: Wer die Wiesn mit einer gut sitzenden Frisur verlässt, war nicht wirklich dabei.

Das Wegbier muss spätestens am Eingang des Oktoberfests ausgetrunken sein, denn auch Glasflaschen sind verboten. Was Besucher allerdings unbedingt mitnehmen sollten, ist eine Maske. Zwar gilt keine Maskenpflicht auf dem Oktoberfest, doch ein Blick auf den „Regel-Wirrwarr“ zeigt, dass eine Oktoberfest-Anreise ganz ohne Maske oft nicht möglich ist.

Gehhilfen, Rollstühle, Kinderwägen: Wann es Ausnahmen gibt

Obwohl man mit viel Fantasie einen Regenschirm vielleicht auch als Schlagstock verwenden könnte, geht das Sicherheitspersonal hier grundsätzlich von einem friedlichen Nutzen aus. Regenschirme dürfen also mit auf die Wiesn. Gehhilfen oder medizinische Geräte kontrollieren die Sicherheitsleute einzeln und erteilen auch hier in der Regel Ausnahmen. Nach der Kontrolle bekommen Gehilfen und Co. ebenfalls eine Markierung mit einer Sicherheits-Banderole. Kinderwägen und Buggys sind zwar nicht empfohlen, aber an den meisten Tagen bis 18 Uhr erlaubt.

Oktoberfest 2022: Sicherheitstipps für die Wiesn

Auf dem Oktoberfest folgt auf das berühmte „O‘zapft is“ nach dem Bierfass-Anstich traditionellerweise der Wunsch „Auf eine friedliche Wiesn“. Die Kontrollen am Eingang dienen der allgemeinen Sicherheit, um schwere Verletzungen oder Gefahrenlagen wie etwa den rechtsterroristischen Anschlag auf dem Oktoberfest im Jahr 1980 zu vermeiden.

Doch es gibt auch Gefahren, die jeder einzelne beeinflussen kann. Dazu zählt etwa Taschendiebstahl, der auf der Wiesn Hochkonjunktur hat. Dichtes Gedränge und viele Betrunkene sind für Langfinger ein Fest. Die Polizei rät deshalb in einem Informationsschreiben dazu, Geld, Papiere und Kreditkarten immer nah am Körper zu führen. Handys, Geldbeutel oder andere Wertgegenstände gehören nicht in die Außentasche von Rucksäcken oder Taschen, die Wiesn-Besucher im übrigen immer vorne tragen sollten. Außerdem rät die Polizei misstrauisch zu sein, wenn Oktoberfest-Gänger angerempelt werden oder die Kleidung scheinbar versehentlich beschmutzt wird.

Wiesn-Besucher, die Ambitionen entwickeln, sich ein persönliches „Souvenir“ mitzunehmen, sollten bedenken: Einen Maßkrug zu klauen ist kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl. Besser ist es also, ein Lebkuchenherz als Andenken zu kaufen. Wenn es nach dem Münchner Kabarettisten Moses Wolff geht, ist das Oktoberfest ohnehin ein Ort der „Verbrüderung“.

Wir liefern alle wichtigen Themen, Infos und News rund um die Wiesn in unserem Themenbereich: Alles rund um München. Hier einfach direkt in Telegram (https://t.me/tzde_bot ) oder Facebook (https://m.me/121100397962810 )anmelden, Thema auswählen und nix mehr zur Wiesn 2022 verpassen!

Auch interessant

Kommentare