Krug der Wiesnwirte vorgestellt: „Wer ko, der ko“

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Den Krenkl in ihrer Mitte: Grafikerin Tita Gronemeyer und Wirt Toni Roiderer zeigen den diesjährigen Wiesnkrug.

München - Die Wiesnwirte präsentieren wieder ihren Krug fürs Oktoberfest. Als Vorlage dienste in diesem Jahr das Münchner Original Franz Xaver Krenkl.

Ist es eine Legende? Oder hat es sich tatsächlich so zugetragen, damals im Englischen Garten? Eine nette Geschichte ist es allemal, wie der Franz Xaver Krenkl sich mit dem Kronprinzen anlegte. Den Wiesnwirten gefällt sie so gut, dass sie sie heuer als Motiv für ihren Krug ausgewählt haben.

Die Geschichte geht so: Vor etwa 200 Jahren, als der spätere König Ludwig I. noch Kronprinz gerufen wurde, da kannte jeder den Pferdehändler Krenkl. Beim Rennen auf dem Oktoberfest waren seine Tiere stets die Schnellsten, der Krenkl selbst: ein schlagfertiger, schneidiger Kerl. Eines Tages probierte er gerade im Englischen Garten seinen neuen Sechsspänner aus, da passierte die Kutsche des Kronprinzen den Park. Krenkl trieb seine Pferde an – und überholte Ludwigs Equipage. Nicht nur ein Frevel sondergleichen, sondern unter Strafe verboten. Der Kronprinz zürnte. Und der Krenkl? Setzte noch einen obendrauf. „Majestät, wer ko, der ko“, soll er frech gerufen haben. Und prägte damit ein geflügeltes Wort, das mittlerweile gar stellvertretend für das Selbstverständnis der Bayern steht.

Die Anekdote ist ganz nach dem Geschmack von Wiesnwirt (Hackerzelt) und Wirtesprecher Toni Roiderer, der seinerseits nicht auf den Mund gefallen ist. Ob das Motiv für den Krug demokratisch von allen Wirten abgestimmt wurde? „Der entscheidet, der den besten Geschmack hat, also ganz demokratisch“, sagte Roiderer bei der Präsentation. Seine Kollegen quittierten es mit einem Schmunzeln. Der Toni halt.

Die Zeichnung mit Krenkl, Kronprinz und Kutsche stammt von Grafikerin Tita Gronemeyer, die den Wirtekrug zum siebten Mal entwerfen durfte. Er ist auf der Wiesn (19. September bis 4. Oktober) für 20 Euro, mit Zinndeckel für 33 Euro, in den Festzelten zu haben.

Janina Ventker

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