Zuschuss von der Stadt

„Kultur-Fuchzgerl“ für Oide Wiesn - Wer profitiert von den 50 Cent eigentlich? 

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Besonders profitieren würde das Zelt „Schönheitskönigin“. Hier Wirt Peter Reichert und Ministerin Ilse Aigner.

Die Bilanz für die Oide Wiesn sah zuletzt alles andere als rosig aus. Dabei geben die Wirte für das Kulturprogramm eine Menge Geld aus. Nun will die Stadt München etwas von dem Eintrittsgeld abgeben. 

München - Zuletzt hatten die Besucherzahlen geschwächelt: Nun will Wiesn-Chef Josef Schmid (48, CSU) die Kulturprogramme der Oidn-Wiesn-Zelte stärker fördern. Deswegen soll der Stadtradt morgen ein „Kultur-Fuchzgerl“ beschließen. Heißt: Von den drei Euro Eintritt, die die Besucher der Oiden Wiesn zahlen, sollen 50 Cent an die Wirte gehen.

Bislang zahlen die Wirte das Kulturprogramm selber. Die hohen Kosten gefährdeten jedoch „das Angebot eines Kulturprogrammes auf gewohnt hohem Niveau“, heißt es in der Vorlage. Generell sei schon vor Jahren beschlossen gewesen, die Eintritte der Oidn Wiesn zu einem Teil in die Kultur zu stecken, nur sei das nicht umgesetzt worden, sagt Wiesn-Kenner und Stadtrat Helmut Schmid (72, SPD).

Oide Wiesn: Wer profitiert von den 50 Cent?

Besonders ein Zelt würde profitieren: das seit 2017 neue Volkssängerzelt Schönheitskönigin. Es soll 25 Cent des „Kultur-Fuchzgerls“ bekommen, der Festring fürs Festzelt Tradition 15 Cent und das Herzkasperlzelt 10 Cent. Und zwar laut Vorlage auch rückwirkend für 2017. Die Schönheitskönigin bekäme demnach für die vergangene Wiesn rund 120.700 Euro, der Festring 72.400 Euro, das Herzkasperlzelt 48.300 Euro. Die hohe Summe für die Schönheitskönigin kommt zustande, da der Festring für 2017 und 2018 zugunsten des Zelts auf 15 Cent pro Eintritt verzichten würde.

Vor kurzem hat die Stadt München die Besucher- und Verbrauchszahlen zum Oktoberfest 2017 veröffentlicht.

Schönheitskönigin-Wirt Peter Reichert: „Der Zuschuss der Stadt aus den Eintrittsgeldern wäre ein Segen, sonst ist das Zelt nicht wirtschaftlich betreibbar.“ Das Minus pro Jahr sei noch größer als diese Hilfe. Entgegenkommen dürfte Reichert ein weiterer Punkt der Vorlage: Die Sitzplätze der Schönheitskönigin könnten auf 1380 innen und 400 draußen verdoppelt werden. Die Hoffnung: mehr Gastronomie und mehr Einnahmen für das Kulturprogramm.

Alle Infos zu den Festzelten auf dem Oktoberfest finden Sie hier.

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Ramona Weise

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