Mexikaner verprügeln Wachmann

Wiesn brutal! Hier spricht ein Masskrug-Opfer

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Opfer der Masskrug-Attacke: Sicherheitsmann Titus V. ist nach dem Angriff der beiden Mexikaner gezeichnet.

München  - Fiese Attacke auf einen Wiesn-Wachmann! Als zwei Besucher beim Masskrug-Diebstahl erwischt werden, gehen sie zum Angriff über. Das Opfer wird heftig traktiert und verletzt.

Als angestellter Sicherheitsmann auf der Wiesn hat der Nigerianer Titus V. (43) schnell gelernt, unflätige Beleidigungen gelassen zu überhören. „Die Leute sind betrunken. Das kann ich nicht ernst nehmen“, sagt der 43-Jähirge, der im normalen Dienst das Europäische Patentamt beschützt und bereits vier Jahre Wiesn-Erfahrung hat.

Seit Dienstag muss er notgedrungen im Büro seiner Bewachungsfirma arbeiten. Betrunkene Masskrugdiebe haben ihn am Montag auf der Wiesn so übel zugerichtet, dass er seine schmerzenden Arme kaum noch bewegen kann.

Drei Jahre lang schützte Titus V. das Schottenhamel-Zelt, heuer arbeitete er erstmals am Haupteingang des Armbrustschützenzeltes: „Die Haupteingänge sind überall Brennpunkte – speziell am Abend.“ Hier ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Mexikaner nutzen Masskrug als Waffe

Und hier versuchen auch die meisten Masskrugdiebe, an den Wachleuten vorbeizukommen. Genau das versuchten am Montag gegen 19.30 Uhr auch zwei Brüder (24 und 25 Jahre) aus Mexiko Stadt. Einer hatte einen halbvollen Masskrug dabei. „Ich habe ihn zurückgeschickt und ihm erklärt, dass er den drinnen austrinken muss und dass der Krug im Zelt bleibt.“

Minuten später versuchten die Mexikaner erneut, mit dem Masskrug an Titus V. vorbeizuschleichen. Diesmal kam es zu einem kurzen Disput, bei dem die Brüder urplötzlich angriffen. Der Masskrug traf Titus’ Schulter und seine Arme, die Hände wurden ihm schmerzhaft verdreht. „Sie haben mich auch getreten.“

Erst zu sechst gelang es den Wachleuten, die Brüder zu überwältigen. Sie wurden wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen. Und Titus? Der saß gestern im Wartezimmer eines Radiologen und hofft, „dass nichts gebrochen ist.“

Dorita Plange

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