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Oktoberfest kommt näher - Zahl der Corona-Impfungen in München steigt

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Von: Sophia Oberhuber

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Wiesn-Stadträtin Anja Berger ließ sich bereits den Bierzelt-Booster verabreichen.
Wiesn-Stadträtin Anja Berger ließ sich bereits den Bierzelt-Booster verabreichen. © Grüne München

Nachdem das Oktoberfest zwei Jahre lang wegen der Pandemie nicht stattfinden konnte, geht es nun bald wieder los auf der Theresienwiese. In München steigen parallel zum abnehmenden Wiesn-Countdown die Impfzahlen.

München - Langsam verschlägt es wieder mehr Menschen in das Impfzentrum am Marienplatz. Noch erhalten Impfwillige das Vakzin gegen Corona dort ohne Termin und ohne lange Wartezeiten. Doch die Zahl der Impfungen in München steigt.   

München: Zahl der zweiten Booster-Impfungen hat sich fast verdreifacht

Dafür ist laut einer Sprecherin des Gesundheitsreferates vor allem die Möglichkeit zur zweiten Auffrischungsimpfung verantwortlich. Haben sich Dienstag vor einer Woche in den drei städtischen Impfzentren noch 102 Menschen den zweiten Booster geben lassen, waren es diesen Dienstag bereits 293. Das Oktoberfest steht bevor - und damit für viele Münchner auch der Bierzelt-Booster.

München: Klinik-Chefarzt wird das Oktoberfest in diesem Jahr nicht besuchen

Eng an eng auf der Bierbank schunkeln und zu Tausenden im Festzelt feiern: Es ist das erste Oktoberfest seit der zweijährigen Corona-Pause. Lange hat München darauf gewartet. Gleichzeitig wurden auch kritische Stimmen laut. Menschenmengen, keine Abstände und viele Touristen. Die Infektionszahlen könnten explodieren oder sich neue Varianten verbreiten, so Experten. Clemens Wendtner, Chefarzt der München Klinik Schwabing, sagte mit Blick auf die Wiesn: „Ich werde mich persönlich mit einem Besuch heuer zurückhalten.“

Steigende Corona-Zahlen erwartet auch Infektiologe Christoph Spinner vom Klinikum rechts der Isar. „Dennoch ist die Zeit meines Erachtens reif zu einem Leben vor der Pandemie zurückzukommen“, sagte Spinner.

Die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe sei inzwischen deutlich zurückgegangen. „Das Risiko eines tödlichen Verlaufs ist aktuell niedriger als bei der Influenza.“ Das sei dem Umstand zu verdanken, dass viele Menschen inzwischen genesen oder geimpft sind.

Münchner Infektiologe rät Jüngeren, die sich vor Corona schützen wollen, zum zweiten Booster

Für die meisten liegt die erste Boosterimpfung nun aber bereits einige Monate zurück. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat daher empfohlen, dass sich Personen ab 60 Jahren die zweite Auffrischungsimpfung geben lassen sollten. Ebenso Personen ab fünf Jahren, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Verlauf haben.

Infektiologe Spinner rät aber grundsätzlich auch Jüngeren, die sich vor einer Ansteckung mit Corona schützen wollen, zum zweiten Booster. Der Schutz erreiche zwei bis vier Wochen nach der Impfung das Maximum. Wer sich also jetzt impfen lässt, für den fällt das diesjährige Oktoberfest in genau diesen Zeitraum.

Wiesn-Stadträtin Anja Berger: „Wer feiern will, soll sich impfen lassen.“

Auch Münchner Politik-Prominenz ließ sich ihren Bierzelt-Booster bereits verabreichen. Oktoberfest-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) und Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) werden kraft ihres Amtes viel Zeit auf dem Volksfest verbringen.
„Wer feiern will, soll sich impfen lassen“, sagte Berger. Damit die Wiesn in diesem Jahr eben nicht nur friedlich, sondern auch möglichst Corona-sorgenfrei wird.

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