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Welcher Biertyp sind Sie? Diesjährige Wiesn-Biere offiziell vorgestellt

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Von: Leoni Billina, Phillip Plesch

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Die Braumeister der sechs großen Münchner Brauereien stellten ihr Wiesn-Bier vor.
Die Braumeister der sechs großen Münchner Brauereien stellten ihr Wiesn-Bier vor. © Oliver Bodmer

Das Wiesn-Bier ist die wichtigste Zutat des Oktoberfests. Am Donnerstag stellten die sechs großen Brauereien ihre diesjährigen Varianten vor.

München – Wiesn-Bier ohne Wiesn? Das mussten wir die vergangenen zwei Jahre ertragen. Doch natürlich gehören die Beiden zusammen - wie Hopfen und Malz. Dass sich die Wiesn-Biere der großen sechs Münchner Brauereien auch dieses Jahr auf dem Oktoberfest wieder schmecken lassen können, bestätigt Biersommelière Marlene Speck bei der offiziellen Bierprobe am Donnerstagabend im Park Café.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend, dass die Brauereien dieses Bier Wiesn für Wiesn auf diesem Niveau hinkriegen“, schwärmt Speck. Das sei Handwerkskunst vom Feinsten. Vor allem unter dem Aspekt, dass die Rohstoffe natürlichen Schwankungen unterliegen, Ernten jedes Jahr anders laufen können.

Biersommelière Marlene Speck präsentierte die diesjährigen Wiesn-Biere.
Biersommelière Marlene Speck präsentierte die diesjährigen Wiesn-Biere. © Oliver Bodmer

Die Vorfreude der Bier-Expertin auf das Volksfest ist riesig. Und damit ist sie nicht allein. Die Braumeister, Wiesn-Wirte und Vertreter der Stadt zelebrierten gemeinsam die ersten Schlucke der wichtigsten Wiesn-Zutat, gekennzeichnet durch die Stammwürze und den höheren Alkoholanteil. „Alle Wiesn-Biere machen Lust aufs Weitertrinken“, sagt Marlene Speck. Daher sollte man auch alle mal probieret haben. Aber welches ist denn nun das Richtige für Sie, liebe Leser? Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Deshalb stellen wir in der tz die sechs Wiesn-Biere 2022 genauer vor, zeigen, was ihre Stärken sind.

Augustiner

Im Wiesn-Bier von Augustiner findet man auch das weit verbreitete Helle wieder. Es ist quasi eine Steigerung davon. „Wir versuchen, unsere Konsumenten auch mit dem Wiesn-Bier abzuholen“, erklärt Braumeister Andreas Brunner. Das Besondere sei die Süffigkeit. Zudem hat das Augustiner die hellste Farbe der Wiesn-Biere - und wird traditionell noch aus Holzfässern, den Hirschen, gezapft.

Hacker-Pschorr

Das Wiesn-Bier von Hacker-Pschorr fällt schon rein äußerlich auf. Es ist dunkler als die anderen, da Münchner Malz verwendet wird. „Das bringt andere Aromastoffe mit“, verrät Braumeister Rainer Kansy. Viele verschiedene Malznoten seien eines der Kennzeichen. Zudem wird das Bier von Hacker-Pschorr nur auf der Wiesn ausgeschenkt - und unter dem Himmel der Bayern genossen.    

Hofbräu

Das Hofbräu ist auch international gut bekannt. Wer vor dem Trinken an dem Bier riecht, wird eine Honignote, eine Biscuitnote und citrus-florales Aroma erkennen. „Und das, was du riechst, wirst du auch bekommen, wenn du reinschmeckst. Am Ende des Trunks wird ein Versprechen erfüllt“, sagt Braumeister Sebastian Utz. Das machen ihn dieses Jahr auch so froh über das Wiesn-Bier.      

Löwenbräu

Das Löwenbräu kommt heuer in einem neuen Gewand daher“, berichtet Braumeister Bernd Kräußel. Am Schweif des Löwen auf dem Logo hängt jetzt Hopfen. Der bestimmt nämlich auch den Geschmack des Wiesn-Biers. „Es ist ein bisschen bitterer, aber dadurch auch leichter trinkbar“, sagt Kräußel. Man könnte also mit einem anderen Bier starten, und mit Löwenbräu enden.  

Paulaner

Das Paulaner Wiesn-Bier besticht durch seine Ausgewogenheit. „Sehr mild mit einer feinen Bitteren, die nie aufdringlich wirkt“, beschreibt Braumeister Christian Dahncke sein Werk. Neben der satten gold-gelben Farbe ist die Ringleitung im Paulaner-Festzelt eine Besonderheit. Sie wurde 2010 installiert, auf der Wiesn als erste ihrer Art. 75 000 Mass passen in einen der drei großen Tanks.  

Spaten

Friedrich Geiger, der neue Braumeister von Spaten, ist sich sicher: „Unser Wiesn-Bier wird wieder die gleiche Emotion transportieren wie in der Vergangenheit - und an die schönen Momente auf der Wiesn erinnern.“ Die Malznote steht im Vordergrund, unterlegt von frischem Hopfen. Geiger: Spaten trage die lange Tradition und die konstante Innovation in sich. „Das merkt man einfach.“ 

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