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Aufregung um Video aus Wiesn-Zelt: Kellner klärt jetzt auf – „Damit es nicht zu Missverständnissen kommt“

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Von: Andrea Stinglwagner, Lukas Schierlinger

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Video aus der Wildstuben
Kellner Jakob zeigt, wie‘s wirklich war. © Screenshot Video/Wildstuben

Oktoberfest-Kellner Jakob „musste reagieren“. In einem eigens produzierten Video zeigt er explizit, was hinter den Aufnahmen aus der Wildstuben steckt.

Update 3. Oktober, 11.16 Uhr: Hier wurde kein ekliges „Gemisch“ an die Gäste ausgeschenkt. Das wollen die Betreiber der Wildstuben noch einmal klarstellen, nachdem ein Video aus dem Wiesn-Zelt für Aufruhr in den sozialen Netzwerken (siehe Ursprungsmeldung) gesorgt hatte. In einem eigens produzierten - und öffentlich zugänglichen - Clip beleuchtet Kellner Jakob den Vorfall noch einmal.

Er habe schnell reagieren müssen, nachdem der Abfluss verstopft war, sagt Jakob in dem 50-sekündigen Video. „Das Erste, was ich zur Hand hatte, waren Masskrüge und ein Cola-Glas.“ Das „Gemisch“, das in der Folge in den Behältnissen landete, sei „natürlich nicht zum Gast gebracht, sondern in die Spülküche und weggekippt“ worden.

Video aus der Wildstuben: Oktoberfest-Kellner erklärt die Hintergründe

Bei künftigen Verstopfungen wolle man einen Eimer zur Hand nehmen. „Damit es hier nicht zu Missverständnissen kommen kann“, stellt Kellner Jakob klar. Ohnehin sei er zuversichtlich, dass der Abfluss nicht so schnell wieder Probleme bereiten werde.

Wiesn: Video von Bier-Resten in Festzelt sorgt für Aufregung

Ursprungsmeldung:

München - Frisch gezapft sollte so eine Wiesn-Mass sein. Aber was ein Besucher des kleinen Wiesn-Zelts Wildstuben diese Woche beobachtete, ließ zunächst etwas anderes vermuten. Wurden „Noagerl“, also Bier-Reste aus gebrauchten Krügen, auf der Wiesn zusammengeschüttet und neu ausgeschenkt? Nein. Der Schein trog. Doch der Wirbel war groß.

Der Wiesnbesucher hatte die Szene gefilmt und auf Facebook gepostet. Auf dem Video sieht man einen Kellner, der vor einem Spülbecken steht. Er befüllt Masskrüge –scheinbar mit einer braunen Flüssigkeit aus dem Becken. Sammelt er Noagerl und füllt sie wieder neu ab? Es scheint so, denn direkt neben ihm werkelt ein weiterer Kellner, füllt Krüge mit frisch schäumendem Bier. Eine Bedienung holt Krüge ab – dass das nur die frisch gezapften Massen sind, ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Schnell finden sich auf Facebook Kommentatoren, die ihre Meinung zu dem Video kundtun: „Widerlich!“ Dabei war in Wirklichkeit alles anders.

Der Abfluss des Spülbeckens war verstopft, der Kellner musste es ausschöpfen, wie Wildstuben-Wirt Klaus Renoldi richtigstellte. „Natürlich hätte der Kellner dazu einen Eimer benutzen sollen.“ Von der Brühe sei selbstverständlich kein Tropfen an die Gäste ausgeschenkt worden, die bekamen ausschließlich frisches Bier.

„Leider kann man in so ein Video viel Negatives hineindeuten. Aber, außer dass der Kellner zum Ausschöpfen das falsche Gefäß genommen hat, haben wir uns nichts zuschulden kommen lassen.“ Das Video ist noch hier bei Vimeo zu sehen.

Währenddessen wird die Frage lauter, ob kaltgespülte Masskrüge auf der Wiesn zur Corona-Welle beitragen. Und dann sorgte noch ein Wiesnbesucher für Aufsehen, der seine Mass in eine Plastiktüte umfüllte.

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