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Der Wiesn-Schurli: Seit 39 Jahren täglich auf dem Oktoberfest - Österreicher verrät, wie er das durchhält

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Von: Felix Herz

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Schurli gehört inzwischen zum Wiesn-Inventar, wie der Masskrug. Seit 39 Jahren besucht er das Oktoberfest täglich – für ihn ist es der Jahresurlaub.

München – 1983 war ein schicksalsträchtiges Jahr für Georg Mayerhofer aus Österreich. Denn damals besuchte er zum ersten Mal das Oktoberfest in München. Es war Liebe auf den ersten Besuch, seitdem kommt er jedes Jahr zur Wiesn. Und ist jeden Tag 14 Stunden auf der Festwiese – das macht er seit 39 Jahren bei jedem Oktoberfest so.

Schurli, der größte Wiesn-Fan: Seit 39 Jahren Jahr für Jahr auf dem Oktoberfest

Bei seinem ersten Besuch habe der 58-Jährige Gänsehaut gehabt, sagt er. Er wisse zwar nicht, wo das Paradies sei, aber er sei jetzt nicht mehr weit weg davon, berichtet er gegenüber Sat.1 von seinen damaligen Gedanken. Seit 1983 geht er nun auf die Wiesn, Jahr für Jahr jeden Tag. Um 11 Uhr gehe es los, um 1 Uhr sei Feierabend – nach 14 Stunden auf dem Münchner Oktoberfest.

Dabei trinkt er drei bis vier Mass, danach steigt Schurli auf Weißweinschorle um. Er gehe zwar auch gern anderswo urlauben. Doch die Wiesn, das „ist schon mein Haupturlaub“, so die österreichische Oktoberfest-Legende. Abgesehen von dieser „Verhaltensauffäligkeit“, wie Mayerhofer es zwinkernd ausdrückt, sei er ein ganz normaler Mensch. Verheiratet, Handwerker von Beruf, zwei Kinder. Doch im September geht es für etwas mehr als zwei Wochen auf die Wiesen – wenn sie nicht gerade wegen Corona ausfällt.

Seit 39 Jahren täglich auf dem Oktoberfest: Der Wiesn-Schurli. Hier 2008, als er von 40 Friseurinnen auf Händen getragen wurde.
Seit 39 Jahren täglich auf dem Oktoberfest: Der Wiesn-Schurli. Hier 2008, als er von 40 Friseurinnen auf Händen getragen wurde. © Michael Westermann / IMAGO

Wiesn-Legende Schurli: das tägliche Oktoberfest

Während der Wiesn heißt es für Schurli an jedem einzelnen Tag: Lederhosen an, Festzelt besuchen, Freunde treffen. Dort kennt er jeden, von der Bedienung bis zum Gast – und jeder kennt Schurli. Über Geld will er allerdings nicht reden, heißt es im Sat.1-Bericht.

An der Wiesn schätzt er besonders, dass jeder miteinander feiere – arm und reich, klug und blöd, der Generaldirektor neben dem Hilfsarbeiter. „Alle sind zusammen, feiern, und es ist Frieden“, so Schurli. Auf die Frage, wann er nicht mehr auf die Wiesn gehe, hat er abschließend eine klare Antwort: „Entweder i bin nimmer oder die Wiesn ist nimmer.“ (fhz)

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