Patienten im Vollrausch

Notaufnahme warnt: Wenn Folgendes auf der Wiesn passiert, kann das sogar tödlich enden

+
Ein Besucher des Oktoberfestes liegt in der Notaufnahme des Klinikums der Universität München in einem Behandlungszimmer.

Zwei Kliniken befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Theresienwiese. Zur Wiesn-Zeit landen dort besonders viele Oktoberfest-Besucher. Die Ärzte wissen deshalb, welche Wiesn-Blessuren besonders gefährlich sind.

Durch die Nähe zum Oktoberfest landen in zwei Münchner LMU-Kliniken in diesen Tagen besonders viele Wiesn-Gänger: In der Medizinischen Klinik in der Ziemssenstraße und in der Notaufnahme der Chirurgischen Klinik in der Nußbaumstraße.

Oberärztin Dr. Viktoria Bogner-Flatz weiß, wie der typische Wiesn-Patient aussieht: „Alkoholisierte Patienten im Wiesn-Outfit mit meist leichtem Schädel-Hirn-Trauma und Kopfplatzwunden, die genäht werden müssen.“ Ein Großteil könne nach einer Diagnose per CT und einigen Stunden im Überwachungsraum die Notaufnahme wieder verlassen. Dies gelte aber nicht für diejnigen, die im Suff auf der Wiesn stürzen und sich etwas brechen. 

Wiesnbesuch endet häufig auf der Intensivstation

Erschreckend ist, dass eine weitere häufige Verletzung von Oktoberfest-Besuchern sogar mit dem Tod enden kann: „Eine häufige Diagnose ist eine Hirnblutung infolge eines Sturzes auf den Kopf unter Alkoholeinfluss“, so Oberärztin Dr. Bogner-Flatz. „Für diese Patienten endet der Wiesnbesuch sogar auf der Intensivstation.“

In den ersten elf Oktoberfest-Tagen seien 62 Personen mit einem Vollrausch in die Notaufnahmen der Kliniken eingeliefert worden, berichten die Kliniken - 41 waren Männer, 21 Frauen. Die meisten seien in den frühen Morgenstunden ins Krankenhaus gekommen, weil sie es nach dem Oktoberfest noch bei einer After-Wiesn-Party hatten krachen lassen. Der Allerbetrunkenste hatte 3,4 Promille Alkohol im Blut.

Warum das hier unsere liebsten Wiesn-Fotos 2017 waren, sehen Sie sofort

Hier der Blick auf die St.-Pauls-Kirche. © Achim Schmidt
Hier der Blick durch eine Pfütze aufs Riesenrad. © Achim Schmidt
Hier der Blick vom Riesenrad. © Achim Schmidt
Hier der Blick auf die St.-Pauls-Kirche. © Achim Schmidt
Hier das Hackerzelt, langzeitbelichtet. © Achim Schmidt
Hier der Blick vom Riesenrad. © Achim Schmidt
Hier der Wellenflug. © Achim Schmidt
Fische vor der Fischer Vroni. © Achim Schmid t
Hier das Hofbräuzelt, langzeitbelichtet. © Achim Schmidt
Hier die Bräurosl, langzeitbelichtet. © Achim Schmidt
Eindrücke vom Oktoberfest 2017. © Achim Schmidt
Hier die Bavaria, langzeitbelichtet. © Achim Schmidt
Hier das High Energy, langzeitbelichtet. © Achim Schmidt

Jedoch: In etwa genauso viele Menschen mit Alkoholvergiftung versorgen die beiden Kliniken auch an normalen Wochenenden außerhalb der Wiesn. „Das ist sicher auch ein Beleg dafür, dass die Primärversorgung auf dem Oktoberfest hervorragend funktioniert und dort bereits weniger komplizierte Fälle ausreichend behandelt werden können“, erklärt Dr. Markus Wörnle, Leiter der Notaufnahme in der Ziemssenstraße. 

Alle News rund ums Oktoberfest finden Sie in unserem Wiesn-Ticker.

mm/tz

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Wiesn-Chef“ Schmid: Wegen des Bierpreises bleiben immer mehr Menschen fern
„Wiesn-Chef“ Schmid: Wegen des Bierpreises bleiben immer mehr Menschen fern
Katzenberger auf der Wiesn: Keine Frau im Dirndl muss sich schämen, „Hammer-Hupen-Balkon“ zu zeigen
Katzenberger auf der Wiesn: Keine Frau im Dirndl muss sich schämen, „Hammer-Hupen-Balkon“ zu zeigen
Was ist da los? Zoff um Reservierungen im Schottenhamel-Zelt
Was ist da los? Zoff um Reservierungen im Schottenhamel-Zelt
Kein Mann kann Lauras Teufelsrad-Rekord auf der Wiesn brechen – nicht mal fast
Kein Mann kann Lauras Teufelsrad-Rekord auf der Wiesn brechen – nicht mal fast

Kommentare