„Gutes Gefühl“

OB Reiter hat ihn eingeladen: Kommt Obama auf die Wiesn?

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Prost, Herr Präsident: Barack Obama mit Angela Merkel am Rande des G7-Gipfels in Elmau.

München - OB Dieter Reiter hat den scheidenden US-Präsidenten zum Oktoberfest eingeladen – und er ist zuversichtlich, dass dieser tatsächlich kommt.

Yes, he comes? „Es sieht ganz gut aus“, sagte OB Dieter Reiter (SPD) am Rande der Benefizgala von Bellevue di Monaco am Montagabend. Der OB hat den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama und dessen Gattin Michelle persönlich zur Wiesn 2017 eingeladen. Die Protokollabteilung Obamas prüft gerade die Einladung. Er habe ein gutes Gefühl, verriet der OB.

Reiter war auf Obama zugegangen, weil dieser bei seiner letzten Pressekonferenz in Deutschland gesagt hatte, er würde gerne einmal das Oktoberfest besuchen. Auch Bundespräsident Joachim Gauck (parteilos) hat eine Einladung von der Stadt bekommen. Reiter: „Das wäre ein schöner Tisch auf der Wiesn.“ Eher unwahrscheinlich sei, dass Angela Merkel (CDU) komme. Er habe zwar auch die Kanzlerin im Sommer darauf angesprochen. Doch zur Wiesnzeit ist 2017 Bundestagswahl.

Gauck war nach Bekunden des Rathaus-Direktoriums selbst auf Reiter zugekommen – am Rande der Beerdigung der FDP-Spitzenpolitikerin Hildegard Hamm-Brücher Mitte Dezember. Der Bundespräsident war zuvor im Sommer 2016 in München gewesen, beim Trauergottesdienst für die Opfer des Amoklaufs am OEZ. Nach dem Begräbnis von Hamm-Brücher (FDP) soll er zu Reiter gesagt haben, es wäre schön, wenn man sich mal bei einem nicht so traurigen Anlass träfe. Daraufhin sandte der OB eine Einladung an den Bundespräsidenten.

Obama ist im November schon von Wiesnwirt Christian Schottenhamel eingeladen worden. Auch der hatte gehört, dass das Staatsoberhaupt gerne aufs Oktoberfest kommen würde. Jörg Ritter, ein Freund Schottenhamels, der bei Orrick & Partner arbeitet, einer großen amerikanischen Kanzlei, die sehr nah am Weißen Haus dran ist, hat sich dann darum gekümmert. Bisher hat Schottenhamel kein Feedback. Er sagt: „Ich kann mir vorstellen, dass eine Antwort nach der Amtseinführung von Trump kommt, weil Obama dann Privatmann ist und mehr Luft für solche Dinge hat.“ 

Klaus Vick/snacktv

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