Drei-Generationen-Schänke

Oktoberfest 2015: Opa, Sohn und Enkel arbeiten im Hackerzelt

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Die Drei-Generationen-Schänke: Papa Josef jun., Opa Josef und Enkel Andreas im Hackerzelt.

München - Opa Josef (77), Sohn Josef junior (49) und Enkel Andreas (21) arbeiten beim Oktoberfest 2015 alle drei als Schankkellner im Hackerzelt. Doch heuer ist ihre letzte Wiesn zu dritt.

Gestatten, Herrnberger. Und zwar mal drei! Im Hackerzelt werkeln Opa Josef (77), Sohn Josef junior (49) und Enkel Andreas (21) als Schankkellner. Drei Generationen, 16 Tage lang bei der Arbeit zusammen. „Für uns ist das super“, erzählen die drei, die aus den Landkreisen Regensburg und Cham kommen.

Angefangen hat alles mit Opa Josef. Beim Gäubodenfest in Straubing hat er 1989 Hackerwirt Toni Roiderer (71) kennengelernt. „Er hat mich gefragt, ob ich bei ihm arbeiten mag.“

Ein Jahr später war Josef Herrnberger das erste Mal auf der Wiesn dabei. Zwei Jahre später kam Sohn Josef jun. dazu, durch einen Zufall. „Ich hab den Vater auf der Wiesn besucht - und ihn kurz abgelöst, als er auf die Toilette musste.“

Just kam Toni Roiderer vorbei - und heuerte auch den Sohn an. Mittlerweile hat Josef jun. es sogar bis zum ersten Schankkellner gebracht. An einer Schänke haben Vater und Sohn nie gearbeitet. Anders ist das bei Opa und Enkel: Seit Andreas vor drei Jahren ins Team gekommen ist, hat Josef sen. ihn unter seine Fittiche genommen.

Der Jüngste der Herrnbergers hat auch schon einen Spitznamen: „da kloa Sepp“. Das Wichtigste für einen Schankkellner aus seiner Sicht: „Zuverlässigkeit - und ruhig bleiben, wenn es mal eine Beschwerde gibt.“ Die gebe es aber eh selten. Und wenn, werde anstandslos nachgeschenkt.

 Klar ist für die drei Herrnbergers eins: „Einmal Hacker, immer Hacker.“ Doch nächstes Jahr werden sie nur noch zu zweit sein. Denn: Für Opa Josef ist es heuer die letzte Wiesn. „Ich hab immer gesagt, ich höre mit dem Seniorchef Toni Roiderer auf. Jetzt ist es so weit.“

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