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So kinderfreundlich ist die Wiesn

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Mama Veronika mit ihren Mädels Emma und Leni.

München - Wir haben eine junge Mutter beim Familientag auf der Wiesn begleitet. Mit zwei Kleinkindern auf dem Oktoberfest 2015 - was klappt gut und wo gibt's Probleme?

Menschenmassen, die sich durch die Straßen schieben, volle Zelte, Gedränge an den Fahrgeschäften und Toiletten. Kann man mit einem Kleinkind eigentlich noch auf die Wiesn gehen?

Die tz hat eine junge Mutter mit ihren beiden Töchtern (sechs Monate, zwei Jahre) samt Doppel-Kinderwagen am Familientag begleitet. Was auffällt: Trotz des großen Gedränges sind die Wiesn-Besucher gut gelaunt und hilfsbereit.

Das Hofbräuzelt bietet sogar einen besonderen Service für Eltern und ihre Kinder. Wie familienfreundlich ist das größte Volksfest der Welt?  Hier erfahren Sie mehr!

Die Anreise mit der S-Bahn

Mama Veronika (26) ist mit ihren beiden Töchtern Leni und Emma aus Olching mit der S-Bahn angereist. Mit dem Kinderwagen ist das kein Problem! Der Lift am Bahnsteig an der

Hackerbrücke befördert die drei bequem nach oben. Von dort aus sind es etwa zehn Minuten Fußmarsch bis zur Wiesn - immer der Menschenmenge nach. Für die Steuerfachangestellte ist es der erste Oktoberfestbesuch mit ihren Kindern. Die Vorfreude ist entsprechend groß. Und das, obwohl Papa Philipp nicht dabei sein kann: Er muss heute leider arbeiten.

Die erste Hürde

Fast am Eingang zur Theresienwiese angekommen, tut sich für das Trio die erste Hürde auf. Die vielen Stufen runter zum Bavariaring kann Mama Veronika nicht alleine bewältigen. Eine Rampe für Kinderwagen gibt’s leider nicht. Aber - und das zieht sich durch den ganzen Spaziergang - die Hilfsbereitschaft der Wiesn-Besucher ist bemerkenswert. Schon von Weitem erkennt ein junger Mann die Situation, packt kurz mit an - und schon ist das Hindernis überwunden. Auch die Mama ist begeistert: „Hier sind alle sehr rücksichtsvoll. Ich bin überrascht.“

Pferdekutschen als Kindermagnet

Die Pferdekutschen sind ein Kindermagnet Die kleine Emma ist begeistert, als sie die Kaltblüter der Paulaner Brauerei sieht. „Unsere Pferde sind ein Kindermagnet“, sagt Bierkutscher Josef Huber. Und eine Wiesn-Attraktion, die mal nichts kostet … Mama Veronika geht mit den Kleinen trotzdem nicht zu nah ran. Für Emma reicht’s. Dann zieht schon das nächste Tier ihre Aufmerksamkeit auf sich. „Henne!“ ruft sie - und zeigt auf die Papp-Hendl am Wildmoser-Zelt.

750 Plätze im Hofbräuzelt

Auch die Eltern brauchen mal eine Verschnaufpause. Idealer Ort ist der hintere Balkon im Hofbräuzelt von Familie Steinberg. Die Wirtsleute haben für Familien an beiden Dienstagen 750 Plätze reserviert. Den Kindern wird auch einiges geboten. Andrea Hagen von der Agentur Ratz Fratz betreut die Kleinen schon seit acht Jahren im Hofbräuzelt. Kinderschminken, Basteln, Malen oder ein paar nette Stunden mit Zauberclown Bobby. Langeweile gibt’s hier nicht. Geöffnet ist von 11 Uhr bis 15 Uhr.

Limogarten auf der Oidn Wiesn

Gegen den Durst gibt’s einen Limogarten am Festzelt Tradition. Hier können Eltern für einen Euro etwa Apfelschorle oder Wasser für ihre Kleinen zapfen. „Eine nette Idee“, findet Veronika. Genauso wie die neuen Kindertoiletten mit Wickeltisch im Biergarten. Wichtig: Kinderwagen müssen auf einen eigenen Parkplatz. Da kennen die Ordner kein Erbarmen. Emma stört’s nicht: Das Standl von „Bayern werfen“ mit seinen bunten Bällen ist viel interessanter.

  

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