Bevorteilung verboten

Verstoßen die Tische für Münchner gegen EU-Recht?

München - Auf dieser Wiesn können die Wirte erstmals zusätzliche Plätze für Münchner reservieren. Doch die neue Regelung könnte gekippt werden: Sie verstößt wohl gegen EU-Recht.

Heuer gibt es sie erstmalig - doch sie könnten schon bald wieder Geschichte sein: Nach Recherchen der BR-Abendschau (Beitrag läuft am Dienstag um 17.30 Uhr) könnten die Tische für Münchner auf der Wiesn gegen EU-Recht verstoßen.

„Durch die Regelung werden Münchner Bürger gegenüber anderen Bürgern, insbesondere aus dem EU-Ausland, bevorteilt. Solch eine Bevorteilung ist nach den europäischen Verträgen verboten“, so Hans-Georg Kamann, Direktor am Centrum für Europarecht an der Universität Passau.

Noch gibt es keine Klagen gegen die neue Regelung. Auswärtige Besucher könnten aber künftig versuchen, ihre Reservierung mit rechtlichen Schritten zu bekommen. WEI

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