Serie: „Station 13“

Wiesn-Gäste aus aller Welt: „Heute schmeckt das Bier wieder“

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Vier Hamburger in München: Marcel, Tim, Kevin und Malte (v.l.) genehmigen sich zur Mittagszeit eine Mass im Hofbräuzelt.

München - Zur Wiesn ist die Welt zu Gast in München. Wir stellen jeden Tag einen Tisch im Bedienungsbereich „Station 13“ im Hofbräu-Zelt vor. Heute: Besuch aus Staade bei Hamburg.

Es ist nicht so, dass Malte (21), Kevin (23), Tim (21) und Marcel (24) ihren München-Urlaub nicht auch für den Besuch von Sehenswürdigkeiten nutzen wollten. Allein: „Wir haben es einfach nicht geschafft. Das Angebot auf dem Oktoberfest ist zu verlockend“, erzählt Kevin, der in seiner Heimatstadt als Chemikant arbeitet. Gerade genießen er und seine Freunde eine Mass, Malte hat sich außerdem ein Kartoffelgröstl bestellt. „Das ist Frühstück und Mittagessen in einem“, sagt er. Zwar ist es schon 13.30 Uhr, aber für ein Frühstück war am Morgen keine Zeit. Ausschlafen war angesagt, nachdem der Hamburger Jung mit seinen Freunden am Vortag Party bis in die Puppen gemacht hat. Und nicht nur am Vortag. „Wir waren seit unserer Ankunft am Montag jeden Abend auf einer After-Wiesn-Party. Im Neuraum am Hauptbahnhof und anschließend in den Optimolwerken“, erzählt Malte. Dafür schauen die vier noch richtig frisch aus. „Naja“, gibt Kevin zu, „gestern musste ich kürzer treten. Da hatte ich Nachwehen. Aber heute schmeckt das Bier wieder.“

Auch das Kartoffelgröstl mundet. „Ich kenne das schon aus dem Hamburger Hofbräuhaus“, sagt Malte, der von Beruf Kaufmann ist. Dort gebe es zwei Hofbräuhäuser, derzeit werde sogar ein drittes gebaut. Kein Wunder also, dass sich das feierwütige Quartett auch das Hofbräuzelt anschauen wollte. In den Tagen davor waren sie im Hacker- und im Schützenfestzelt sowie in der Ochsenbraterei. „Jedes Zelt ist schön. Sie sind alle unterschiedlich, aber die Stimmung ist überall super“, findet Malte. Jetzt, zur Mittagszeit, steht im Hofbräuzelt noch keiner auf den Bänken. „Das kommt noch“, sagt Malte, „der Tag ist ja noch jung.“

Malte, Kevin sowie ihre Freunde, die beiden Flugzeugbauer Tim und Marcel, haben für ihren Wiesn-Urlaub tief in die Tasche gegriffen. 125 Euro pro Person und Nacht kostet ihr Hotel in der Nähe des Olympiaparks. „Das ist nicht billig, aber es ist ja auch nicht jeden Tag Oktoberfest“, sagt Kevin.

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