Terror-Angst beim Wiesn-Umzug

Festring-Präsident rät zur Gelassenheit

Die Blaskapelle Maisach – hier beim Schützen- und Trachtenzug 2004 auf dem Odeonsplatz – ist auch 2016 wieder dabei. Archivfoto: Marcus Schlaf

München - Wegen Terror-Angst haben zwei Vereine ihre Teilnahme am großen Trachtenumzug zum ersten Wiesn-Sonntag abgesagt (wir berichteten). Andere Trachtler erscheinen in kleinerer Zahl. Festring-Präsident Karl-Heinz Knoll rät zur Gelassenheit. Er vertraut auf die Wiesn-Sicherheit.

„Ich habe volles Verständnis für die Absagen“, sagt Karl-Heinz Knoll, Präsident des Veranstalters Festring. Jeder müsse selbst wissen, ob er sich so beeindrucken lasse, dass er auf öffentliche Auftritte verzichte. Konsequenterweise müsse man dann aber jede Form von Öffentlichkeit meiden, fügt Knoll an. In das städtische Sicherheitskonzept für die Wiesn hat er volles Vertrauen: „Mehr geht nicht“, so Knoll. „Außerdem stehen wir im permanenten Austausch mit der Polizei.“

Laut Festring sind der Heimat- und Trachtenverein Bernried sowie die Schwälmer Tanz- und Trachtengruppe Loshausen bisher die einzigen Vereine, die ihre Teilnahme an dem Umzug abgesagt haben. „Alle haben ein Interesse daran, dass der Umzug sicher abläuft“, sagt Knoll. „Aber vor allem, dass er überhaupt stattfindet.“ Für die entfallenen Vereine habe man bereits Ersatz gefunden: Den Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Edelweiß aus Bad Aibling, den Heimat- und Trachtenverein „D’Oberlandler“ und die Volkstanzgruppe Langenstein. „Wir haben so viele Bewerber, dass wir drei Festzüge machen könnten.“ Also: Entwarnung, alles nicht so schlimm.

Dennoch herrscht bei vielen Trachtlern Verunsicherung. „Ein mulmiges Gefühl ist schon da“, sagt Josef Jurischitz, Vorstand der Stadtkapelle Unterschleißheim. „Ich möchte eigentlich nicht absagen, stelle es aber natürlich jedem frei, ob er dabei ist oder nicht.“ Die Mitglieder der Wartenberger Volkstrachtengruppe diskutieren derweil, ob sie ihre Kinder heuer zuhause lassen. Bei ihrer Monatssitzung am kommenden Samstag wollen sie beraten, ob sie dem Umzug nicht sogar geschlossen fernbleiben.

Auch beim Spielmannszug der Feuerwehr Freising ist man argwöhnisch. „Bei uns gehen einige Musiker nicht mit“, verrät Tambourmajor Andreas Klinger. „Wir haben darüber diskutiert, und sie haben sich entschieden.“ Ähnlich sieht es bei der Marktkapelle Au aus. „Wir werden eine kleinere Gruppe stellen“, sagt der Vorsitzende Martin Krumbucher. „Die Rückmeldung der Mitglieder ist nicht sehr groß.“

Andere Vereine zeigen sich hingegen unbesorgt. Die Musikkapelle Uffing zum Beispiel lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. „Wir tun da nicht groß rum“, erklärt Vorstand Wolfgang Klimmer junior. Auch Stefan Vohburger, der musikalische Leiter der Schleißheimer Schloßpfeifer, findet: „Wir sollten uns nicht einschüchtern lassen.“ Und Eva Pflügl, Vorsitzende der Maisacher Blaskapelle, stimmt Karl-Heinz Knoll völlig zu: „Diese Wiesn wird wahrscheinlich die sicherste werden, die wir je hatten.“

Die schönsten Bilder vom Oktoberfest

Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Mit dem "Ozapf is" von Oberbürgermeister Dieter Reiter fällt der Startschuss. Mit nur zwei Schlägen zapfte Reiter heuer an. © dpa
Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Die Mass danach schmeckte deshalb umso besser. © dpa
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Schönes Wetter: Eine Seltenheit auf dem Oktoberfest 2015. © dpa
Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Das traditionelle Standkonzert der Oktoberfestkapellen auf den Treppenstufen der Bavaria. © dpa
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Das traditionelle Standkonzert der Oktoberfestkapellen auf den Treppenstufen der Bavaria. © dpa
Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Beinahe ruhig und friedlich wirkt das Riesenrad in der Nacht. © dpa
Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Auch wenn 2015 weniger Besucher gekommen sind, voll ist es immer noch. © dpa
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Enges Gedränge - und das wegen eines Gerstensaftes. © dpa
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Diese Polizistinnen nehmen den Wiesn-Wahnsinn gelassen. © dpa
Oktoberfest 2015 Anfang bis Ende
Feiern bis zur letzten Runde: Besucher auf dem Oktoberfest 2015. © dpa
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Feiern bis zur letzten Runde: Besucher auf dem Oktoberfest 2015. © dpa
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Zuckerwatte schmeckt auf einem Volksfest doch am Besten. © dpa
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Goldgelb und frisch gezapft: Das berühmte bairische Bier auf dem Oktoberfest. © dpa
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Traditionsrunde. © dpa
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Auch wenn 2015 weniger Besucher gekommen sind, voll ist es immer noch. © dpa
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Die Lichter der Fahrgeschäfte am Abend versetzen die Gäste des Oktoberfest immer wieder in Verzückung.  © dpa
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Hals über Kopf ins Getümmel stürzen, das ist die Devise. © dpa
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Ein schönes Mitbringsel: Ein Herz vom Oktoberfest. © dpa
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Im sogenannten "Himmel der Bayern" ist die Stimmung ausgelassen. © dpa
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Damenrunde nach dem traditionellen Trachten- und Schützenumzug. © dpa
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Damen nach dem traditionellen Trachten- und Schützenumzug. © dpa
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Diese Frisur ist zwar weniger traditionell dafür umso kreativer. © dpa
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Der traditionelle Trachten- und Schützenumzug. © dpa
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"Willkommen zum Oktoberfest". © dpa
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Der traditionelle Trachten- und Schützenumzug. © dpa
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Auch wenn mal ein paar Tropfen vom Himmel kommen, die Herzerl-Verkäufer sind gewappnet. © dpa
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Lichterspiele auf dem Oktoberfest 2015. © dpa
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Blick von den Stufen der Bavaria auf das abendliche Oktoberfest. © dpa
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Untern den Wolken, aber dem Himmel so nah: Das kann man nur im Kettenkarussell erleben. © dpa
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Leuchtend bunt in der Nacht: Das Oktoberfest 2015. © dpa
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Nur nicht die Fassung verlieren und ins Taumeln geraten. Das Fahrgeschäft "Taumler" ist tatsächlich wörtlich zu verstehen. © dpa
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Im Fahrgeschäft "Topspin" wissen die Fahrgäste nie genau , wie nass sie werden. Auch das zählt zum Nervenkitzel. © dpa
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In den traditionellen bairischen Farben präsentiert sich der Himmel über dem Riesenrad. © dpa
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Das gefragteste Schmankerl auf dem Oktoberfest: Ein knusprig gebratenes halbes Hendl. © dpa
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Ein Knochenjob: Damit die Wiesn-Gäste immer genug zu trinken haben, müssen sich die Bedienungen einiges aufladen. © dpa
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Leere Bänke und Tische im Schottenhamel Zelt kann man so auch nur vor dem Start des 182. Oktoberfestes bewundern. © dpa
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Süßer Klassiker: Die Lebkuchenherzen auf dem Oktoberfest. © dpa

Marian Meidel

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