Anwohner sind stinksauer

Ärger um Wiesn-Bauzaun: Zu viel Fläche abgeriegelt?

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Jedes Jahr bricht zum Wiesn-Aufbau ein Streit vom Zaun – heuer ärgert die Bezirksausschussvorsitzenden Sibylle Stöhr und Alexander Miklosy, dass zu viel Fläche unnötig abgesperrt werden.

München - Ärger um den Wiesn-Zaun! Nein, nicht den Sicherheitszaun, den Bürgermeister Josef Schmid (CSU) an der Theresienhöhe errichten will. Es geht um den Bauzaun, der das gesamte Gelände seit 11. Juli abriegelt.

Ein Großteil der Theresienwiese ist bis eine Woche vor dem Oktoberfest nicht nutzbar, die Anwohner sind stinksauer.

Der Aufbau für das Oktoberfest 2016 ist in vollem Gange.

„Es nervt uns ja schon seit Jahren, dass die Stadt während des Wiesn-Aufbaus immer mehr den Zutritt und die Querung der Theresienwiese behindert und mit Bauzäunen einfriedet“, so der Bezirksausschussvorsitzende der Isar- und Ludwigsvorstadt, Alexander Miklosy (Rosa Liste). Was ihn besonders ärgert: „Der gesamte Bereich nördlich der Matthias-Pschorr-Straße ist schon seit 11. Juli umzäunt, obwohl man ihn wochenlang gar nicht braucht, da die Fahrgeschäfte im Ostteil viel später aufgebaut werden als die großen Wiesn-Zelte im Westteil.“ Man sollte, so Miklosy weiter, diesen Bereich der Theresienwiese erst dann sperren, wenn er tatsächlich benötigt würde.

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft kontert: Der Platz werde benötigt, um Materialien für den Aufbau des zentralen Landwirtschaftsfestes zwischenzulagern.

Auch der BA-Chefin der Schwanthalerhöhe, Sibylle Stöhr (Grüne), stinkt der Bauzaun. Nicht nur, weil ein großer Teil des Geländes wochenlang gar nicht nutzbar ist, sondern weil der Zaun heuer an der oberen Hangkante aufgestellt wurde: „Der abgesperrte Streifen ist bei Joggern als Laufstrecke sehr beliebt, auch viele Bänke sind jetzt nicht mehr erreichbar. Wieso stellt man den Zaun nicht unten auf? Die Böschung braucht man doch für den Aufbau nicht?“ Das Wirtschafsreferat schrieb ihr zurück, dass man den Bauzaun heuer nicht mehr verschieben könne. Aber: „Hierzu werden wir ein Gespräch mit den Zeltbaufirmen und unserem Sicherheitskoordinator führen und Verbesserungen für 2017 anstreben.“

Johannes Welte

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