Paukenschlag vor der Wiesn

Darum sagen die Steinbergs vom Hofbräuzelt überraschend Servus

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Silja und Ricky nehmen ihre Eltern Margot und Günter Steinberg bei der Vorstellung ihres Wiesnkrugs in die Mitte.

Haben Sie schon von dem überraschenden Paukenschlag im Hofbräuzelt gehört? Die Steinbergs sagen Servus. Das ist der Grund. 

Wer an das Hofbräuzelt auf der Wiesn denkt, hat auch sofort die Wirtsleute parat: Margot und Günter Steinberg! Das Paar leitet das Zelt seit 1980. Zwar hatte sich Seniorchef Günter erst vor wenigen Wochen einer Augen-OP unterzogen (die auch noch gründlich schief ging). Und er zählt inzwischen immerhin 78 Lenze – das Hofbräuzelt aber ohne sein Urgestein? Undenkbar! 

Und doch ist es jetzt soweit, nur gut eine Woche vor Beginn des Oktoberfestes. Bei der Vorstellung ihres Wiesnkrugs 2017 gestern Abend sagten Margot (68) und Günter Steinberg völlig überraschend Servus – die beiden ziehen sich aus der ersten Reihe zurück und wollen sich künftig verstärkt um ihre Stiftung’s Münchner Herz kümmern. Die setzt sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in München ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. 

Was aber wird jetzt aus dem Hofbräuzelt? Keine Sorge, das Zelt mit seinem Biergarten, wo gleichzeitig mehr als 10.000 Menschen bewirtet werden können, bleibt auch in Zukunft in Familienhand: Die Kinder Silja Schrank-Steinberg (45) und Ricky (47) übernehmen. „Unsere Eltern sind natürlich nach wie vor im Zelt vor Ort, aber sie haben keine Verantwortung mehr“, sagt Friedrich „Ricky“ Steinberg. 

Ihren Wiesnkrug haben die Steinbergs eigenem Bekunden zufolge heuer erstmals selbst entworfen (unter tatkräftiger Hilfe ihrer Freundin Monica Höflinger); zum krönenden Abschluss sozusagen. Denn auch den Krug wird es heuer das letzte Mal geben. Nächstes Jahr ist eine andere Veranstaltung geplant, aber „sicher nicht mehr unmittelbar vor der Wiesn“, wie Ricky Steinberg sagt. Das sei immer auch ein großer Stress gewesen.

Sein Vater Günter Steinberg ist seit seiner Operation im Juni auf dem linken Auge blind. Weil womöglich bei der Nachsorge geschlampt wurde, löste sich die Netzhaut ab. Bis der 78-Jährige wieder richtig sehen können wird, kann ein ganzes Jahr ins Land ziehen. Das schränkt Günter Steinberg natürlich ein, „vor allem das räumliche Sehen ist bei mir stark eingeschränkt“.

mdu/wei

Lesen Sie hier, wie sich die Wirte vom Hofbräuzelt auf das Oktoberfest 2017 vorbereiten

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