Wann es wo losgeht - der große Überblick

Wiesn-Reservierungen: Fans, nächsten Montag vormerken!

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Durstig? Dieses Foto entstand 2016 im Hofbräuzelt kurz nach dem Anstich.

München - Alle Oktoberfest-Fans dürften den 16. September schon rot im Kalender markiert haben - dann heißt es endlich wieder „O‘zapft is“. In vielen Wiesn-Zelten lassen sich schon Tische reservieren.

Nur zwei Schläge brauchte Oberbürgermeister Dieter Reiter im vergangenen Jahr, dann hieß es im Schottenhamel „O‘zapft is!“ Der traditionelle Bieranstich zum Wiesn-Auftakt findet in diesem Jahr am 16. September statt. Danach wird für zweieinhalb Wochen, bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, wieder das größte Volksfest der Welt auf der Münchner Theresienwiese gefeiert.

Wiesn-Fans dürften diesem Tag bereits jetzt entgegenfiebern - und sollten schnell sein, denn die Plätze in den Zelten sind rar.  Die gute Nachricht - bereits jetzt kann man in den meisten großen Zelten reservieren. Wir zeigen Ihnen in der Übersicht, wie und wo. Der Montag, 3. April wird gleich für die Gäste von zwei Zelten ein Stichtag: Dann beginnt die Reservierung beim Armbrustschützenzelt und beim Käferzelt.

Übrigens: Alle Wiesn-Nachrichten haben wir auf einer Themenseite für Sie gebündelt. 

Oktoberfest 2017: Schottenhamel - Reservierung schon möglich

Es ist das älteste Wiesn-Zelt, traditionell findet hier auch der Anstich statt, der das Oktoberfest eröffnet: das Schottenhamel-Festzelt. Die Reservierung funktioniert per Mausklick auf der übersichtlichen Reservierungshomepage. Erst wird ein Anfrageformular ausgefüllt. Je nach Kapazität und Verfügbarkeiten im Schottenhamel erhalten Sie im Anschluss ein Angebot mit einem Reservierungscode. Mit diesem persönlichen Code können Sie sich im konkreten Reservierungsbereich einloggen. Dort lesen Sie das Speiseangebot und Details zur Mindestabnahme - diese wählen Sie aus - bestellen, fast wie beim Online-Shopping. Im Anschluss bekommen Sie die Bestellbestätigung, Reservierungsbestätigung und im Juni die Rechnung. Die Reservierungsbereiche wie Halle, Balkon oder Boxen sowie die Zeiten sehen Sie schon jetzt auf der Homepage. Alle häufig gestellten Fragen zur Schottenhamel-Reservierung werden hier beantwortet. Die Preise für die Reservierungen 2017 sollen Mitte Juni feststehen. 

Oktoberfest 2017: Löwenbräu-Festzelt - 

Reservierung schon möglich

Wirklich kaum zu übersehen: die Löwenbräu-Festhalle, überwacht von einem knapp fünf Meter großen Löwen, dem bayerischen Wappentier. 5700 Menschen finden im Zelt Platz, weitere 2800 Sitzplätze gibt es im Außenbereich. Wer im Wiesn-Klassiker einen Platz reservieren möchte, kann dies seit dem 8. März 2017 tun. Allerdings gilt: Es gibt nur Mittagsplätze von 12 bis 16.30 Uhr und das von Montag bis Donnerstag; Abendplätze vergibt das Löwenbräuzelt nicht. Mittagsrervierungen schicken Sie per Mail an die Adresse mail@loewenbraeuzelt.de. Die 2600 Plätze des Mittelschiffs im Zeltinnenraum dürfen gemäß einer städtischen Anordnung samstags, sonntags und feiertags nicht reserviert werden. Hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Lesen Sie hier alle Informationen zum Löwenbräuzelt und der Reservierung.

Oktoberfest 2017: Marstall - Reservierung schon möglich

Seit dem 27. März nimmt auch das Marstall Reservierungen entgegen. Hierfür muss zuerst das Online-Formular auf der Homepage des Marstalls ausgefüllt und abgeschickt werden. Nach einer Bearbeitungszeit von bis zu zehn Wochen erhalten die Interessenten ein Angebot per E-Mail - oder eine Absage. Das E-Mail-Angebot kann über einen Aktivierungs-Code angenommen werden, außerdem enthält es Informationen zu der möglichen Menü-Auswahl. Die Zahlungsaufforderung samt Details zu Mindestverzehr und Gesamtkosten erhält man laut Marstall bis Ende Mai. Damit die Reservierung nicht verfällt, sollte der Betrag innerhalb des genannten Zeitraums bezahlt werden. An Kunden mit Versandadresse innerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz versendet das Marstall die Unterlagen ab Anfang August. Alle anderen holen die Papiere im Reservierungsbüro direkt am Festzelt ab.

Oktoberfest 2017: Armbrustschützenzelt - Reservierung ab dem 3. April

Wer sich einen Platz im Armbrustschützenzelt sichern will, darf sich zurücklehnen: Reservierungsanfragen werden erst ab dem 3. April um 8 Uhr per Fax angenommen. Ungeduld zahlt sich hier nicht aus: Vorher eingegangene Anfragen werden nicht berücksichtigt. Die Reservierungsanfrage muss per Fax an (089) 23 703 705 gesendet werden. Laut Homepage kann die Bearbeitung einer Anfrage bis zu sechs Wochen dauern. Für eine verbindliche Reservierung ist im Armbrustschützenzelt auch eine Mindestabnahme von Gutscheinen erforderlich. Bei Annahme der Reservierungsanfrage gibt es von den Betreibern die vorläufige Reservierungsbestätigung sowie eine Rechnung über die entsprechende Menge an Gutscheinen. Diese Gutscheinrechnung muss innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden. Die Reservierung wird erst mit Bezahlung der Gutscheine verbindlich, Änderungen des Termins oder der Personenzahl sind dann nicht mehr möglich. Alle Details zur Reservierung gibt es auf der Homepage.

Oktoberfest 2017: Ochsenbraterei - Reservierung ab Mai

Bei der Ochsenbraterei stehen die genauen Konditionen für die diesjährigen Reservierungen noch nicht genau fest. Erst ab Mai können Interessierte eine Anfrage per E-Mail an info@ochsenbraterei.de senden. Sobald Einzelheiten klar sind, erhalten Sie eine Rückmeldung von der Ochsenbraterei. Hier lesen Sie bald weitere Informationen zu den Oktoberfest-Reservierungen.

Oktoberfest 2017: Hofbräu-Festzelt - Reservierung schon möglich

Auf der Homepage des Hofbräu-Festzelts finden Sie alle wichtigen Informationen zur Reservierung im größten aller Wiesn-Zelte. Unterschieden wird zwischen den „Münchner Reservierungen“ (gültig: samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 11 und 15 Uhr für einen Platz im Mittelschiff) und den „klassischen Wiesn-Reservierungen“. Für erstere wird entweder eine Reservierungsgebühr von 10 Euro oder der Mindestverzehr von 2 Mass und einem halben Hendl fällig. Die Reservierungen sind im eigens dafür zuständigen Hofbräu-Reservierungsbüro im Hofbräukeller in der Inneren Wiener Straße 19 möglich. Das hat von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. 

Für die regulären Reservierungen gibt es auf der Homepage ein Online-Reservierungsformular im übersichtlichen Kalenderformat. User können dort Datum und Bereich auswählen, die Mindestpersonenzahl liegt bei zehn. Eingebucht ist die Reservierung erst nach dem Erhalt einer Bestätigung vom Hofbräu-Festzelt. Die Betreiber behalten es sich allerdings vor, dass es aufgrund der großen Nachfrage bis zu sechs Wochen dauern kann, bis Sie eine Antwort erhalten. Einzige Ausnahme: Kunden mit einer Kundennummer konnten ihre Reservierungsanfrage bereits einen Monat zuvor, ab dem 6. Februar per E-Mail abschicken.

Oktoberfest 2017: Hacker-Festzelt - Reservierung noch nicht möglich

Wer sich dieses Jahr sein Plätzchen im „Himmel der Bayern“ sichern will, der braucht Geduld. Aktuell gibt es keine Details; Informationen zum Ablauf der diesjährigen Wiesn-Reservierung sollen ab April einsehbar sein. Laut Homepage müssen die Betreiber zuvor die Verordnungen seitens der Stadt, der Behörden und des Konzerns abwarten. Bis dahin lohnt es sich wohl, hin und wieder die Neuigkeiten auf der Reservierungs-Seite zu checken.

Oktoberfest 2017: Augustiner-Festhalle - Reservierung schon möglich

Die Vergabe von Reservierungen für die Augustiner-Festhalle aus dem München-Kontingent erfolgt nur persönlich im Stadtbüro in der Neuhauser Straße 27. Mitzubringen sind ein gültiger Personalausweis, um den Wohnsitz in München nachzuweisen, 10 Euro Bearbeitungsgebühr und - laut Augustiner-Homepage - Geduld. Die Reservierung ist jeweils begrenzt auf einen Tisch für zehn Personen. 

Bei allen anderen Reservierungen ist es - wie bereits im vergangenen Jahr - eng im Augustiner: Auch 2017 werden voraussichtlich keine Neukunden in das Kontingent aufgenommen. Trotzdem gilt: Augen und Ohren offen halten und regelmäßig die Homepage besuchen. Sollten nämlich doch noch Plätze übrig bleiben, wird es dort bekanntgegeben.

Oktoberfest 2017: Bräurosl - Reservierung schon möglich

Das Bräurosl ist ein Traditionszelt und bei vielen Münchnern sehr beliebt. Seit 1936 ist es in den Händen derselben Wirtefamilie - mittlerweile in der dritten Generation. Die gute Nachricht für alle Bräurosl-Fans: Reservieren kann man schon jetzt. Wer sich einen Platz im begehrten Wiesnzelt sichern will, schickt eine E-Mail an info@braeurosl.de. Darin muss - falls bereits vorhanden - die persönliche Kundenummer, das Wunschdatum und ein Alternativtermin, die genaue Personenzahl, Kontaktdaten (Firma, Ansprechpartner, Anschrift, Telefonnummer sowie E-Mail Adresse) stehen. Auf der Bräurosl-Homepage gibt es weitere Informationen

Außerdem können Sie sich ein Reservierungsformular herunterladen. Am Ende dürfen Sie nicht die persönliche Unterschrift vergessen - danach heißt es: abwarten. Wenn es mit der Reservierung klappt, schickt das Bräurosl-Team im April die Bestätigung. Aber Achtung, auch hier gilt: Reservierte Tische sind nur für die Tage Montag bis Freitag im Zeitraum von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr erhältlich.

Oktoberfest 2017: Winzerer-Fähndl - Reservierung schon möglich

Interessierte sollten sich beeilen - im Winzerer-Fähndl läuft die Online-Reservierung bereits seit dem 16. Januar. Per Formular können Datum und Wunschzeit ausgewählt werden. Ist im gewünschten Zeitraum nichts mehr frei? Auch kein Problem, dann können Sie sich in die Winzerer-Warteliste eintragen.  

An den Samstagen, Sonntagen und am Feiertag (3. Oktober) wird das Paulaner-Festzelt wieder das München-Kontingent anbieten. Dabei gilt: Pro Reservierung ist es möglich, einen Tisch für zehn Personen für die Zeit von 11 bis 15 Uhr zu buchen. Hierfür wird eine Bearbeitungsgebühr von zehn Euro erhoben, die bar bezahlt werden muss. Der Vorverkauf für das München-Kontingent beginnt am Montag, 28. August, in der Grünwalder Einkehr, Nördliche Münchner Straße 2 in Grünwald, jeweils von Montag bis Mittwoch von 10 bis 15 Uhr. Reservierungswillige und Abholer müssen persönlich erscheinen - Personalausweis nicht vergessen! Auf der Homepage gibt es den Überblick über die verschiedenen Reservierungsmodalitäten, den Bierpreis und den Mindestverzehr.

Oktoberfest 2017: Schützen-Festzelt - Reservierung schon möglich

Direkt am Fuße der Bavaria auf der rechten Seite steht das traditionsreiche Schützen-Festzelt. Auch hier kann man in diesem Jahr ausschließlich online reservieren: seit dem 1. Februar 2017 sind die Reservierungen auf der offiziellen Homepage möglich. Sie waren bereits im vergangenen Jahr Gast im Schützenzelt? Praktisch, denn Vorjahresgäste erhalten bei Reservierungsstart eine Benachrichtigung per E-Mail. Die Gutscheine können im Sommer abgeholt werden. Das Wiesn-Büro befindet sich im Hotel Drei Löwen in der Schillerstraße 8. Geöffnet ist es montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Auf der Homepage sind die Reservierungsbereiche und Zeiten einsehbar. Außerdem gilt: Mitglieder des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) wenden sich für Reservierungsanfragen direkt an den BSSB.

Oktoberfest 2017: Käfer Wiesn-Schänke - Reservierung ab dem 3. April

Bussi, Bussi - das urige, hölzerne Bauernhaus am Fuße der Bavaria ist dafür bekannt, dass hier Stars und Schickeria auf die eine oder andere Mass zusammenkommen. Reservierungen sind ab dem 3. April möglich - so steht es auf der Käfer-Homepage. Die Käfer Wiesn-Schänke nimmt Reservierungen ausschließlich schriftlich über ein Online-Formular entgegen, bis spätestens Mitte Juni kommt dann die Bestätigung - oder Vorschläge für Alternativtermine. Allerdings sind aufgrund der Buchungen der Vorjahreskunden Abendtermine schon jetzt nicht mehr verfügbar. 

Wie wird das Oktoberfest 2017?

Vor allem eines wird die Wiesn in diesem Jahr: teurer. Der Stadtrat sitzt gerade an den Plänen für ein verbessertes Wiesn-Sicherheitskonzept. Das kostet natürlich Geld - Josef Schmid rechnet mit jährlichen Zusatzkosten von rund fünf Millionen Euro. Deshalb will Schmid die Wiesnwirte stärker in die Pflicht nehmen: Bislang mussten diese nur eine Standgebühr entrichten, die sich nach der Quadratmeterzahl bemaß. Nun sollen die Wirte zusätzlich eine Umsatzpacht von vier bis fünf Prozent bezahlen. Damit die Gastronomen die Kosten nicht auf das Bier umlegen, will Schmid zusätzlich eine Bierpreisbremse einführen: Drei Jahre lang soll der Preis für die Mass 10,70 Euro nicht überschreiten. Die Opposition kritisiert solche Vorschläge: Die neue Pacht würde dadurch auf nicht-alkoholische Getränke umgelegt, gaben beispielsweise die Grünen zu Bedenken. Und auch die SPD wird dem Vernehmen nach die Deckelung des Bierpreises nicht mittragen.

Ein ganz besonderer Ehrengast könnte dieses Jahr dem Oktoberfest einen Besuch abstatten: Münchens Oberbürgermeister Reiter hat den früheren US-Präsidenten Barack Obama eingeladen - die Zusage steht aktuell noch aus.

Wer nun vor lauter Vorfreude den diesjährigen Anstich kaum erwarten kann, kann sich mit den schönsten Bildern vom Oktoberfest 2016 die Wartezeit verkürzen:

https://www.merkur.de/lokales/muenchen/oktoberfest/oktoberfest-2016-schoensten-bilder-fotostrecke-theresienwiese-6778278.html

Im Video: Kabel1 deckt die Abzocke mit den Wiesn-Tischen auf

Persönlichkeitstest: Welches Wiesn-Zelt passt zu Ihnen?

Vanessa Hahn/bau/Video: Glomex

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