Weitere Neuerungen

Wiesn 2018: Bildschirme in ganz München sollen Zelt-Auslastungen zeigen

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Bildschirme in der ganzen Stadt sollen die Auslastung in den Wiesn-Zelten heuer anzeigen.

Mitten im Sommer rüstet sich München für das Oktoberfest. Das größte Volksfest der Welt bietet seinem internationalen Millionenpublikum Traditionelles. Und auch neue Service-Tools.

München - Ein Orang-Utan begrüßt die Besucher zum „Dschungelcamp“ - und Weltraumtouristen in spe können im „Chaos Pendel“ ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten: Das Münchner Oktoberfest lockt in diesem Jahr mit diversen Neuheiten. Mit dem Anstich am 22. September und dem 7. Oktober als Abschluss sei es die spätestmögliche Wiesn, sagte der Festleiter und zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Freitag. „Meine ganz große Hoffnung ist, dass der Herbst wirklich ein goldener Herbst wird.“

Neben „Chaos Pendel“ und „Dschungelcamp“ - hier keine Reality-Show, sondern ein Laufgeschäft - gibt es erstmals das Überkopffahrgeschäft namens „Predator“ und einen Wellenflieger mit Einzel-, aber auch Doppelsitzen „ideal für ein romantisches Date“. Tracht wird wohl wieder das Bild prägen; es gibt sogar Dirndl und Lederhose mit Wiesn-Logo. Die Trachten würden immer traditioneller, sagte Schmid. „Ich finde, dass das die Wiesn aufwertet.“

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Erneut gibt es strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Maßnahmen wie stichprobenartige Kontrollen an den Eingängen und ein Verbot großer Taschen hätten sich bewährt, sagte Schmid. Es sei folgerichtig, die Neuerungen beizubehalten. Erneut werden Besucher erst um 9.00 Uhr auf die Wiesn gelassen, wenn der Lieferverkehr das Gelände verlassen hat. Über eine Lautsprecheranlage können die Veranstalter im Notfall verlässliche Anweisungen an die Festgäste geben, vor Unwettern warnen oder bei drohender Überfüllung die Besucherströme lenken.

400 Bildschirme zeigen bayernweit die Zelt-Auslastung

Erneut zeigt eine Wiesn-App den Nutzern die Auslastung der Zelte an und hilft, noch freie Plätze zu finden. Erstmals wird es zudem auf rund 400 Bildschirmen in Bahnhöfen und Einkaufszentren bayernweit und schwerpunktmäßig in München Informationen geben, wie voll es auf dem Festplatz gerade ist - und ob es vielleicht besser ist, den Besuch zu verschieben. Auch das sei ein Beitrag zur Sicherheit, sagte Schmid.

Zum ersten Mal seit mehr als 130 Jahren wird nicht das Bayerische Rote Kreuz Verletzte und Betrunkene auf der Wiesn versorgen. Die Aicher Ambulanz hatte ein kostengünstigeres Angebot abgegeben und übernimmt. „Wir haben großen Respekt vor der Aufgabe“, sagte Geschäftsführer Peter Aicher. Man sei aber gut gerüstet; knapp 1200 Sanitäter und rund 50 Ärzte werden an 16 Festtagen im Einsatz sein.

Im Südteil des Festgeländes geht es auf der Oiden Wiesn mit ihren historischen Fahrgeschäften und Blasmusik gemütlicher zu als auf dem sonstigen Festgelände. Dort werden dieses Jahr gebrannte Mandeln traditionell von Hand im Kupferkessel gerührt. Eine Sonderausstellung widmet sich dem Schausteller Carl Gabriel, der unter anderem 1910 das „Teufelsrad“ einführte - bis heute eine beliebte Wiesn-Belustigung.

Nach einem Besuchereinbruch 2016 wegen Terrorsorgen und schlechten Wetters waren im vergangenen Jahr wieder 6,2 Millionen Besucher gekommen. Letztlich wegen der hohen Kosten für die Sicherheit steigt der Bierpreis stärker als sonst: Die Maß kostet bis zu 11,50 Euro, 55 Cent mehr als im Vorjahr. Die Wirte müssen dieses Jahr mehr Umsatzpacht bezahlen, um die Sicherheitsausgaben zu finanzieren.

dpa

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